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6. Thüringer Fachtag Literatur

Wann

9. Okto­ber 2026 
9:00 – 16:00

Wo

Kul­tur: Haus Dach­eröden Erfurt
Anger 37, Erfurt, 99084 

Veranstaltungstyp

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»Schrei­ben oder Schrei­ben las­sen« – KI als Her­aus­for­de­rung für die Literatur

 

Begrenzte Teil­neh­mer­zahl. Teil­nahme nur mit ver­bind­li­cher Anmel­dung und Bestä­ti­gung bis zum 25. Sep­tem­ber 2026, wobei die Anmel­dun­gen in der Rei­hen­folge des Ein­gangs berück­sich­tigt werden.

Bitte per E‑Mail an: thueringer-literaturrat@gmx.de

 

Der Fach­tag »Schrei­ben oder Schrei­ben las­sen – KI als Her­aus­for­de­rung für die Lite­ra­tur« nimmt in den Blick, wie Künst­li­che Intel­li­genz das lite­ra­ri­sche Schrei­ben, Ver­öf­fent­li­chen und Lesen ver­än­dert. Im Mit­tel­punkt steht die Frage, was Autor­schaft heute bedeu­tet, wenn Texte ganz oder teil­weise mit digi­ta­len Werk­zeu­gen ent­ste­hen, und vor wel­chen neuen Her­aus­for­de­run­gen Schrei­bende dadurch ste­hen. Dis­ku­tiert wer­den außer­dem die offe­nen recht­li­chen Fra­gen, die KI-gestützte Texte auf­wer­fen – etwa im Hin­blick auf gei­sti­ges Eigen­tum, Ver­ant­wor­tung und krea­tive Eigen­lei­stung. Ein wei­te­rer Fokus liegt dar­auf, wie sich Schreib­stile, Erzähl­wei­sen und Arbeits­pro­zesse durch KI ver­än­dern und wel­che Rolle Lite­ra­tur im Umgang mit geziel­ter Falsch­in­for­ma­tion spie­len kann. Der Fach­tag lädt dazu ein, diese Ent­wick­lun­gen gemein­sam ein­zu­ord­nen und ihre Bedeu­tung für Lite­ra­tur­ver­mitt­lung und kul­tu­relle Pra­xis zu reflektieren.

 

Begrü­ßung – Jörg Dietrich
1. Vor­sit­zen­der des Thü­rin­ger Literaturrates

Gruß­wort – Prof. Dr. Stef­fen Teichert
Staats­se­kre­tär für Wis­sen­schaft und Kul­tur im Thü­rin­ger Mini­ste­rium für Bil­dung, Wis­sen­schaft und Kultur

  • »Promp­ten, Fil­tern, Ver­wer­fen: Lite­ra­ri­sches Schrei­ben mit KI« – Vor­trag von Dr. Jeni­fer Becker und anschlie­ßende Diskussion
  • »Wenn Spra­che spricht — Wie KI die Welt beschreibt, ohne sie zu ken­nen.« Large Lan­guage Models erzeu­gen Spra­che, ohne eine eigene Wahr­neh­mung, Erfah­rung oder Absicht zu besit­zen. Der Vor­trag erklärt, wie genau KI Texte gene­riert, ohne zu wis­sen, was sie tut und fragt, worin sich mensch­li­ches Schrei­ben von maschi­nel­ler Text­pro­duk­tion unter­schei­det.« – Vor­trag von Mads Pan­kow und anschlie­ßende Diskussion
  • »Dr. Promp­tus und Mephi­sto 2.6: Wel­chen Pakt schlie­ßen Anwen­der mit soge­nann­ter KI?« Über recht­li­che, wirt­schaft­li­che, sozi­al­ethi­sche und künst­le­ri­sche Risi­ken und Neben­wir­kun­gen gene­ra­ti­ver Tech­no­lo­gien – Vor­trag von Nina George und anschlie­ßende Diskussion
  • »KI und krea­ti­ves Schrei­ben« – Work­shop mit Olaf Trunschke

 

Mit­wir­kende:

Dr. Jeni­fer Becker, geboren1988, ist eine in Ber­lin lebende Autorin, Lite­ra­tur- und Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin. Sie schreibt über Ambi­va­len­zen des Digi­ta­len, Gegen­warts­phä­no­mene und Pop­kul­tur. Ihr Debüt­ro­man »Zei­ten der Lan­ge­weile« erschien 2023. Sie lehrt seit 2015 am Lite­ra­tur­in­sti­tut Hil­des­heim, wo sie 2021 pro­mo­viert wurde. In aktu­el­len künst­le­risch-wis­sen­schaft­li­chen Pro­jek­ten forscht sie zum Ein­fluss lern­fä­hi­ger Tech­no­lo­gien (KI) auf Schreib­pro­zesse. Sie gibt Work­shops zu Krea­ti­vem Schrei­ben und Schrei­ben mit Künst­li­cher Intelligenz.

Nina George, gebo­ren 1973 in Bie­le­feld, ist Schrift­stel­le­rin, Jour­na­li­stin, Über­set­ze­rin und Mode­ra­to­rin. Ihr Roman »Das Laven­del­zim­mer« wurde in 36 Spra­chen über­setzt. Für ihr lite­ra­ri­sches Werk sowie ihr kul­tur­po­li­ti­sches Enga­ge­ment, u. a. als poli­ti­sche Beauf­tragte des Euro­pean Wri­ters’ Coun­cil, als Grün­de­rin des Netz­werks Autoren­rechte und als Initia­to­rin der Initia­tive #frau­en­zäh­len, wurde Nina George als Bücher­Frau des Jah­res aus­ge­zeich­net und erhielt das Bun­des­ver­dienst­kreuz. Nina George lebt in Ber­lin und in der Bretagne.

Mads Pan­kow, gebo­ren 1985 in Olden­burg, auf­ge­wach­sen in Ber­lin, hat in Mar­burg, Malmö und Wei­mar Medien‑, Kul­tur- und Orga­ni­sa­ti­ons­wis­sen­schaft stu­diert. Er arbei­tet als Jour­na­list und Poli­tik­be­ra­ter zu The­men der künst­li­chen Intel­li­genz und Gesell­schaft. In Radio und Print ist er als »Netz­ex­perte« (ARD-Alpha) und »Tech­nik­phi­lo­soph« (DER SPIEGEL) gefragt. Er ist Grün­der der Zeit­schrift für Gegen­warts­kul­tur »Die Epi­log«, deren Her­aus­ge­ber und Geschäfts­füh­rer er von 2013–2018 war. 2014–2019 orga­ni­sierte er den »Digi­tal Bau­haus Sum­mit« in Wei­mar. Seit 2021 ist er regel­mä­ßig im Pod­cast »Mensch, Maschine!« zu hören.

Olaf Trunschke, gebo­ren 1958 in Rade­beul bei Dres­den, stu­dierte Che­mie und Lite­ra­tur. Er arbei­tete als Che­mi­ker; Lek­tor für Kin­der­bü­cher; Wer­be­tex­ter; 1989 Mit­be­grün­der des octo­pus-Ver­lags, eines der ersten unab­hän­gi­gen Ver­lage im Osten Deutsch- lands. Ab 1993 warer als Soft­ware­ent­wick­ler für Elec­tro­nic Publi­shing tätig. Er ist Medi­en­de­si­gner, Dozent und Schrift­stel­ler und lebt in Ber­lin und Erfurt.

Blanka Weber, geb. 1970 in Eisen­ach, Wirt­schafts­kauf- und Medi­en­fach­frau, Jour­na­li­stin, Stu­dium an der FU Ber­lin; u. a. Sti­pen­dia­tin des A. F. Burns Fel­low­ships (Washington/New York); seit 1994 frei­be­ruf­lich für das Fern­se­hen (u.a. Deut­sche Welle tv, ZDF, ARD/MDR) und den Rund­funk (Deutsch­land­funk, MDR Klas­sik, MDR Kul­tur) als Repor­te­rin und Mode­ra­to­rin tätig sowie als Autorin (u.a. für die »Jüdi­sche Allgemeine«).

 

Ver­an­stal­ter: Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat e.V. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des Thü­rin­ger Mini­ste­ri­ums für Bil­dung, Wis­sen­schaft und Kultur.

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