»Angstvoll und leicht sehnsüchtig« – Lesung mit Emma Braslavsky
»Diese lange Zeit in der Sonne« – Lesung mit Stefan Petermann
Moderation und Gespräch: Jens Kirsten
2025 erschien das Buch »Angstvoll und leicht sehnsüchtig«. Eine der vier Autorinnen ist Emma Braslavsky. Vier Geschichten rund um Sci-Fi und Speculative Fiction loten aus, welche Zukünfte sich dem Land entlocken lassen. Aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg kommen die literarischen Stimmen, die davon erzählen, was möglich ist abseits dieser einen Realität. Wenn Luxemburg-Stadt zum Setting einer Gaming-Show wird, wenn die Kasematten zum Weltraumbahnhof werden, wenn statt der Regierung ein Konzern das Sagen hat, wenn ein neues Miteinander zwischen den Spezies erforscht wird, dann gelingt es der Literatur, ihr Versprechen einzulösen: in Welten zu führen, in denen alles eine Frage der Imagination und sprachlichen Freimütigkeit ist.
Emma Braslavsky wurde 1971 in Erfurt geboren. Sie studierte an der Humboldt-Universität Berlin, 1995 an der Lomonosov-Universität in Moskau, 1997 an der Vietnam National University in Ho Chi Minh City und ebendort am College of Social Sciences and Humanities. Anschließend war sie freiberuflich für Filmproduktionen und Ausstellungsprojekte tätig. 2002 gründete sie das »papirossa – netzmuseum für Sprache« mit der amerikanischen Übersetzerin und Autorin Isabel Fargo Cole. Sie ist Mitbegründerin und Vorstandsvorsitzende des Kunstvereins »GdK – Galerie der Künste e.V.« in Berlin und lehrt seit 2004 freie Dozentin für Medienwissenschaften in Berlin. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie unter anderem 2007 den Franz-Tumler-Literaturpreis, 2007 den Uwe-Johnson-Förderpreis und 2025 den Thüringer Literaturpreis. Sie lebt in Berlin.
2026 erschien Stefan Petermanns Erzählungsband »Diese lange Zeit in der Sonne« im Mitteldeutschen Verlag Halle. Nachts schreit ein Mann und kann nicht mehr damit aufhören. Eine Frau bleibt stehen und will nicht weitergehen. Ein Vater disrupiert sein Haus. Eine Mutter führt ihr Kind in die Gletscherhöhlen der Arktis. Ein Sohn baut das World Trade Center aus Butter nach. Eine Tochter erfindet aus Liebe ein tödliches Spiel. Haie schwimmen in den vierten Stock. Eine App geleitet durch den Weltuntergang. Jemand schreibt um sein Leben oder einen ersten guten Satz. Und eine liest das letzte aller Bücher …
Dieser insgesamt dritte Erzählband von Stefan Petermann enthält laut eigener Auskunft des Autors ›Fragmente von Vergnügen‹, Geschichten, die berühren und staunen machen, samt Blenden ins Künftige. Und im Kern aller Texte steht die Liebe.
Stefan Petermann, geb. 1978 in Werdau/Sachsen, lebt in Weimar. Er studierte Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar und schreibt Romane, Erzählungen, Hörspiele und Drehbücher. Für seine Texte wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem MDR-Literaturpreis und dem Publikumspreis des open mike. Zuletzt erschienen „Der weiße Globus“ (2017) und „Jenseits der Perlenkette (2020, mit Yvonne Andrä).
Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates in Zusammenarbeit mit der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund. Mit freundlicher Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei und des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Eintritt: Nur auf Einladung der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund.