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Buchvorstellung und Gespräch zwischen dem Literaturwissenschaftler Gerhard R. Kaiser und Bibliotheksdirektor Reinhard Laube

Wann

9. Novem­ber 2026 
18:00 – 19:30

Wo

Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek Wei­mar / Studienzentrum
Platz der Demo­kra­tie 4, Wei­mar, 99423 

Veranstaltungstyp

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Jüdi­sche Selbst­ver­ge­wis­se­rung im natio­nal­so­zia­li­sti­schen Deutsch­land. Die ‚Büche­rei des Schocken Verlags

Buch­vor­stel­lung und Gespräch zwi­schen dem Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler Ger­hard R. Kai­ser und Biblio­theks­di­rek­tor Rein­hard Laube

 

 

Die 83 Bände der »Büche­rei des Schocken Ver­lags« boten einem brei­te­ren Publi­kum eine Essenz von Schockens anspruchs­vol­lem Verlagsprogramm.

Der weit­ge­hend ver­ges­sene und auch von der For­schung ver­nach­läs­sigte Schatz der »Büche­rei des Schocken Ver­lags« wird durch Ger­hard R. Kai­ser in drei gro­ßen Schrit­ten ver­ge­gen­wär­tigt: einer gedräng­ten Zusam­men­fas­sung aller 83 Bände, von Jesaja und Phi­lon über Mai­mo­ni­des und Men­dels­sohn bis zu Cohen und Lie­ber­mann; einer Ana­lyse aus­ge­wähl­ter Titel, wobei kom­men­tie­rende Über­schrei­bun­gen wie in Eugen Täub­lers Nach­wort zu Momm­sens »Judaea und die Juden« oder dem Heinz Polit­zers zu Kaf­kas »Vor dem Gesetz« beson­dere Beach­tung fin­den; einer Reihe von Über­blicken wie »Innen­sicht gegen Außen­sicht« oder »Ver­bor­gen-offen­ba­rer Dop­pel­sinn«. Der Schwer­punkt der »Büche­rei« ist nicht zio­ni­stisch, son­dern kul­tur­zio­ni­stisch. Die deut­lich­ste Absage an das natio­nal­so­zia­li­sti­sche Deutsch­land fin­det sich in Karl Wolfs­kehls Gedicht­band »Die Stimme spricht«.

Ger­hard R. Kai­ser war Pro­fes­sor für Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Gie­ßen und der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena. Von 1987 bis 1993 war er zudem Vor­sit­zen­der der »Deut­schen Gesell­schaft für All­ge­meine und Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft« und von 1997 bis 2000 Fach­gut­ach­ter für »Neuere deut­sche Lite­ra­tur« der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft. 2002 hatte er eine Gast­pro­fes­sur an der Sor­bonne Nou­velle in Paris inne. Neben sei­nem aktu­el­len Werk Jüdi­sche Selbst­ver­ge­wis­se­rung im natio­nal­so­zia­li­sti­schen Deutsch­land. Die ‚Büche­rei des Schocken Ver­lags‘ ver­öf­fent­lichte er zuletzt: Kel­ler – Man­sarde – Ein­sie­de­lei. Ima­gi­näre Orte des Dich­tens. Auch eine Lite­ra­tur­ge­schichte (2024) und Tie­furt. Lite­ra­tur und Leben zu Beginn von Wei­mars gro­ßer Zeit (2020).

 

Ver­an­stal­ter: Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek / Klas­sik Stif­tung Weimar.

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