* 31.3.1877 in Blankenburg; † 17.10.1951 in Blankenburg; Schriftstellerin, Übersetzerin, Frauenrechtlerin; Tochter von Emilia Horn und Julius Schwabe (Mediziner), Enkelin von Carl Leberecht Schwabe; lebte mit ihren Eltern ab 1885 in Jena; Besuch der Höheren Töchterschule in Jena; ein Studium an der Jenaer Universität blieb ihr als Frau verwehrt, sie konnte lediglich als Gasthörerin Vorlesungen besuchen; erste literarische Veröffentlichungen in der Zeitschrift »Die Gesellschaft«; ihr erster Roman erschien 1902 bei Albert Langen in München, den Thomas Mann als Lektor betreute; Besuch einer Kunstgewerbeschule; 1893 Bekanntschaft zu und Beziehung mit Sophie Hoechstetter; Bekanntschaft und spätere Freundschaft mit Magnus Hirschfeld und Tätigkeit im Wissenschaftlich-humanitären Komitee um Hirschfeld; ab 1915 Tätigkeit für den Frauen-Verlag Jena; 1916 Umzug nach Dornburg und Gründung des Landhaus-Verlags, in dem sie u.a. die Zeitschrift »Das Landhaus« herausgab; lebte von 1931 bis 1934 in Berlin; von 1938 bis 1944 erhielt sie Unterstützung von der Deutschen Schillerstiftung; November 1941 bis April 1942 Reise nach Italien; lebte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Blankenburg; Nachlass mit z.T. unveröffentlichten Werken und Tagebüchern im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar; Grab auf dem Historischen Friedhof in Weiamr.
(Toni Schwabe, um 1910, unbekannter Fotograf)
Ein Liebeslied. Ein Testament, 1899;
Die Hochzeit der Esther Franzenius, Roman, 1902;
Die Stadt mit lichten Türmen, Roman, 1903;
Bleib jung, meine Seele, Roman, 1906;
Verse, 1907;
Tristan und Isolde, Novelle, 1908;
Komm, kühle Nacht, Gedichte, 1908;
Ulrike, Roman, 1925;
Der Ausbruch ins Grenzenlose. Ein Goethe-Roman, 1926;
Christiane, Roman, 1932;
Antlitz im Zwielicht, Roman, 1949;
Wandlungen des Herzens, Roman, 1949;
Herausgaben
Deutsche Kriegerbibliothek, Bd. 1–6, 1915;
Heimat- und Liebeslieder, 1915;
Das Landhaus. Eine literarische Monatsschrift, Jg. 1–7, 1916–1922;
Alte und Neue Landhausbücherei, 1918–1920;
Das Gespensterschiff. Ein Jahrbuch für die unheimliche Geschichte, 1920;
Übersetzungen
J. P. Jacobson, Novellen, Übersetzung, 1912;
J. P. Jacobson, Karmak und Stengerde, Übersetzung, 1912;