Lesung und Gespräch mit Dr. Wolfgang Bautz
„Klassentreffen – Gespräche über das Ende der DDR und Neuanfänge im wiedervereinten Deutschland“
Ein jeder von uns kennt diesen Moment: Ein Schuljahr ist beendet, es war das letzte vor dem Übergang in »das wahre Leben« – wie es die eigenen Eltern am heimischen Frühstückstisch oder Lehrkräfte in der Aula während der Abschlussreden beschrieben haben. Hinter uns liegen Jahre des Heranwachsens, des Ausprobierens und des Scheiterns, Jahre voller erster Erfahrungen, die uns nachhaltig geprägt haben. Doch was passiert, wenn das gesellschaftliche und politische System, in dem man aufgewachsen und erwachsen geworden ist, innerhalb weniger Monate durch etwas gänzlich anderes ersetzt wird? Etwas, das man bis dato nur aus der politisch eingefärbten Berichterstattung der ehemals noch Machthabenden oder den Erzählungen der Verwandtschaft auf der anderen Seite der Mauer, die Deutschland teilte, kannte?
Der Soziologe Dr. Wolfgang Bautz hat 2020 zahlreiche Gespräche mit Menschen über ihre Erlebnisse in der DDR und den Jahren danach geführt. Ausgangspunkt war ein tatsächliches Klassentreffen des Abiturjahrgangs 1971 der Betriebsberufsschule des Elektromotorenwerks in Wernigerode. Herausgekommen sind Berichte ganz unterschiedlicher Menschen und Lebensverläufe.
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Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei und wird durch Zuwendungen des Bundes sowie des Freistaates Thüringen ermöglicht.
Veranstalter: Team Thüringen der Friedrich-Ebert-Stiftung.