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XXIII. Weimarer Lyriknacht

Wann

6. Novem­ber 2026 
19:00 – 23:00

Wo

Stell­werk – Jun­ges Thea­ter Weimar
Scho­pen­hau­er­straße 2 , Wei­mar, 99423 

Veranstaltungstyp

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Die XXIII. Wei­ma­rer Lyrik­nacht ver­sam­melt wie­der eine Aus­wahl der mar­kan­te­sten Stim­men unse­rer deutsch­spra­chi­gen Gegen­warts­ly­rik und bringt sie mit der ein­neh­men­den Klang­spra­che des Jazz zusam­men. Zwi­schen exi­sten­zi­el­ler Erfah­rung und poe­ti­schem Spiel, Ver­lust und Lebens­lust, Über­set­zung und Erin­ne­rung ent­fal­tet sich ein Abend, an dem unter­schied­li­che poe­ti­sche Wel­ten mit­ein­an­der ins Gespräch kommen.

 

Autorin­nen und Autoren:

Mikael Vogel, viel­fach aus­ge­zeich­ne­ter Lyri­ker, nähert sich in Lonely Pla­net Mensch der eige­nen Mut­ter in ihrem Ster­ben und all jenen, die auf­tau­chen, wenn ein Mensch geht. Seine Gedichte kar­tie­ren die Gegen­pole des Mensch­seins: Ver­lust, Trauer und Ver­geb­lich­keit tref­fen auf Nähe, Lebens­lust und Hoff­nung. Zwi­schen Erin­ne­rung, Lite­ra­tur und Pop­kul­tur krei­sen sie um die Frage, wie man mit dem lebt, was sich nicht fest­hal­ten lässt.

Nasima Sophia Raziz­adeh bewegt sich in ihrem zwei­ten Gedicht­band Ent­schwe­bun­gen zwi­schen schein­bar Unver­söhn­li­chem: Stei­gen und Sin­ken, Ver­lockung und Unglück, Fest­akt und Fall­tür. Ihre Gedichte machen den Über­gang selbst zum poe­ti­schen Prin­zip und schwin­gen zwi­schen Amsel, Fabel­we­sen, Kind, Frau und Vogel­kno­chen. In sie­ben Kapi­teln erzählt sich eine Geschichte der Ent­schwe­bung vor- und rückwärts.

Dilek Maya­türk schreibt in Wenn du lächelst, zer­fällt ein roter Apfel in Schei­ben auf Tür­kisch und Deutsch – das­selbe Gedicht zwei­mal, so über­ein­stim­mend wie mög­lich, so unter­schied­lich wie nötig. Aus die­sem Schrei­ben zwi­schen zwei Spra­chen ent­steht ein poe­ti­scher Dia­log über Spra­che, Über­set­zung und Zuge­hö­rig­keit. Ihre Gedichte wan­dern zwi­schen Poli­tik und Natur, Ero­tik und Kind­heit, Ver­nunft und Passion.

Vol­ker Siel­aff zeigt sich in Fra­gen an den Yeti the­ma­tisch und for­mal so offen wie sel­ten zuvor. Zwi­schen Lau­sit­zer Kind­heit und Lon­don, Wie­der­ge­burt und Gewit­ter­ta­sche begeg­nen uns Fer­lin­ghetti, Syl­via Plath und Frank O’Hara ebenso wie ein Vogel­mann und eine anonyme junge Künst­le­rin. Siel­aff kennt die Regeln und spielt doch lie­ber sein eige­nes Spiel, in Reim und freier Form.

Wie immer gehört auch einer jun­gen, viel­ver­spre­chen­den Stimme die Bühne: Liz Preuss, 2004 im Rhein­gau gebo­ren, wurde in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mehr­fach beim Jun­gen Lite­ra­tur­fo­rum Hes­sen-Thü­rin­gen aus­ge­zeich­net. 2024 erhielt sie den hr2-Lite­ra­tur­preis für ihr Gedicht Das Para­dies ist zahm, 2025 belegte sie den ersten Platz beim Jun­gen Lite­ra­tur­fo­rum Hes­sen-Thü­rin­gen und war Preis­trä­ge­rin beim Tref­fen Jun­ger Autor:innen in Ber­lin. Ihre Gedichte sind frech und zärt­lich zugleich, vol­ler eigen­sin­ni­ger Bil­der und über­ra­schen­der Verschiebungen.

Außer­dem wird der im Februar 2026 ver­stor­bene nie­der­län­di­sche Dich­ter und Erzäh­ler Cees Noote­boom gewürdigt.

Musik

Duo Vol­tige

Ker­stin Habe­recht: Saxo­phon, Loop-Station

Lukas Roos: E‑Gitarre, Loop-Station

Das Duo Vol­tige ver­bin­det melo­di­sche und abstra­hierte Pas­sa­gen mit atmo­sphä­ri­scher Tiefe, rhyth­mi­scher Raf­fi­nesse und fein­sin­ni­ger Inter­ak­tion. Alt-Saxo­phon und E‑Gitarre chan­gie­ren zwi­schen flie­ßen­den Jazz­klän­gen und moder­nen, bis­wei­len rocki­gen Sounds. Zwei Loop-Sta­tio­nen erwei­tern und ver­dich­ten das Spiel um live ein­ge­spielte und vor­pro­du­zierte Klangschichten.

Mode­ra­tion: Chri­stine Hans­mann und Romina Nikolić.

Ein­tritt: 12 € / 8 € / 1 € WP

Die Wei­ma­rer Lyrik­nacht ist ein gemein­sa­mes Pro­jekt der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V., des Lese-Zei­chen e.V. und der Stadt Wei­mar und wird vom Thü­rin­ger Mini­ste­rium für Wis­sen­schaft, Bil­dung und Kul­tur sowie der Spar­kas­sen­stif­tung Wei­mar – Wei­ma­rer Land unterstützt.

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