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Vortrag von Dr. Lisa Schoß

Wann

27. Sep­tem­ber 2026 
16:00 – 18:00

Wo

Luther­haus Eisenach
Luther­platz 8, Eisen­ach, 99817 

Veranstaltungstyp

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Jüdi­sche Erfah­run­gen in Film und Fern­se­hen der DDR

Vor­trag von Dr. Lisa Schoß

 

Seit 1946 waren die sog. Anti­fa­schis­mus-Filme ein fester Posten im Spiel­plan der Kinos der Sowje­ti­schen Besat­zungs­zone und schließ­lich der DDR, ab 1952 im Pro­gramm des DDR-Fern­se­hens. Anfangs soll­ten sie die post­na­tio­nal­so­zia­li­sti­sche Gesell­schaft erzie­hen hel­fen, mit der Zeit wur­den sie zu Reprä­sen­ta­ti­ons­mit­teln des Staa­tes. Die Mehr­zahl an Anti­fa­schis­mus-Fil­men beschäf­tigte sich mit dem kom­mu­ni­sti­schen Wider­stand, aber im Genre wur­den auch die Ver­bre­chen an der jüdi­schen Bevöl­ke­rung wäh­rend der NS-Zeit ver­han­delt sowie Anti­se­mi­tis­mus, Exil, jüdi­scher Wider­stand und jüdi­sches Leben nach 1945. Die in der DDR gän­gige Ver­knüp­fung von Anti­fa­schis­mus und jüdi­schen Erfah­run­gen, auch im Film, führt bis heute zu Miss­ver­ständ­nis­sen und Dis­kus­sio­nen. Der Vor­trag geht der Frage nach, wel­che Bil­der von Jüdin­nen, Juden und jüdi­schen Erfah­run­gen im ost­deut­schen Spiel- und Fern­seh­film zu sehen waren, wirft dabei auch einen Blick hin­ter die Kamera und lotet das Span­nungs­feld zwi­schen poli­ti­schem Auf­trag und per­sön­li­cher Moti­va­tion der Fil­me­ma­cher aus.

Dr. Lisa Schoß ist Lite­ra­tur- und Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin und forscht an der Schnitt­stelle von Jüdi­schen Stu­dien und audio­vi­su­el­ler Zeitgeschichte.

Ein­tritt frei.

Ver­an­stal­ter: Achava e.V.

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