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Lesung und Konzert mit Teresa Weißbach und Lora Kostina 

Wann

14. Novem­ber 2026 
18:00 – 19:30

Wo

Schloss Etters­burg
Am Schloss 1, Etters­burg, 99439 

Veranstaltungstyp

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»Das weiße Album« – Lesung und Kon­zert mit Teresa Weiß­bach und Lora Kostina 

Teresa Weiß­bach liest und singt. Am Kla­vier: Lora Kostina 

 

Ver­lo­ren in einer Stadt, die sich nicht wie eine neue Hei­mat anfühlt, treibt ein jun­ger jüdi­scher Exil­russe durch die Stra­ßen­schluch­ten. Zwi­schen Empire State Buil­ding und Frei­heits­sta­tue erleich­tert er Tou­ri­sten um ihre Foto­ap­pa­rate. Doch nicht nur die unge­wöhn­li­che Art, sei­nen Lebens­un­ter­halt zu ver­die­nen, macht ihn inter­es­sant. Seine heim­li­che Lei­den­schaft liegt in den Auf­nah­men der erbeu­te­ten Filme, die er für seine Samm­lung ent­wickeln lässt – ein geheim­nis­vol­les Spiel mit den Erleb­nis­sen ande­rer. Jedoch ein Beu­te­zug ver­än­dert alles. Die dies­mal ent­wickel­ten Foto­gra­fien ent­füh­ren ihn in seine alte Hei­mat St. Peters­burg und rei­ßen eine fast ver­ges­sene Lie­bes­wunde wie­der auf.

Das Büh­nen­pro­gramm ent­führt das Publi­kum ins New York der 90er Jahre. Im Zen­trum steht Teresa Weiß­bach. Bekannt aus Kino, TV und Thea­ter, begei­stert sie seit Jah­ren ein brei­tes Publi­kum mit ihrer Prä­senz und stimm­li­chen Aus­drucks­kraft. In Das Weiße Album ver­leiht sie dem Text der Leip­zi­ger Autorin Diana Feu­er­bach Tiefe, Witz und emo­tio­nale Span­nung. Musi­ka­lisch gestal­tet wird der Abend von der inter­na­tio­nal renom­mier­ten Pia­ni­stin Lora Kostina, die aus St. Peters­burg stammt. Sie klei­det die Geschichte in ein eigens kura­tier­tes musi­ka­li­sches Gewand aus Jazz­klas­si­kern, rus­si­schen Tra­di­tio­nals, deut­schen Pop­songs und wun­der­ba­ren Eigenkompositionen.

Ein Abend mit zwei Künst­le­rin­nen, die ihre Liebe zu Wort und Musik mit dem Publi­kum tei­len und es mit­neh­men auf eine gefühl­volle Zeit­reise, die unver­ges­sen bleibt.

Teresa Weiß­bach steht seit früh­ster Kind­heit auf der Thea­ter-Bühne. Mit 17 Jah­ren spielte sie ihre erste große Kino­rolle – die schöne, blonde Miriam in dem Kult­film „Son­nen­al­lee“ von Lean­der Hauß­mann. An der Hoch­schule für Musik und Thea­ter in Rostock stu­dierte Teresa von 1999 bis 2003. Schon ein Jahr spä­ter holte Jür­gen Flimm sie für seine Insze­nie­rung „Der Ring des Nibe­lun­gen“ zu den Bay­reu­ther Fest­spie­len. Teresa Weiß­bach gehörte von 2005 bis 2007 zum Ensem­ble des Wie­ner Burg­thea­ters. Die­ter Wedels Nibe­lun­gen-Fest­spiele in Worms, seine Zwin­ger­fest­spiele in Dres­den, die Ham­bur­ger Kam­mer­spiele, das Staats­thea­ter Nürn­berg, das Alte Schau­spiel­haus Stutt­gart, das Volks­thea­ter Rostock und das Meck­len­bur­gi­sche Staats­thea­ter Schwe­rin waren weitere
Thea­ter­sta­tio­nen in ihrer Schau­spiel­erlauf­bahn. Für ihre schau­spie­le­ri­sche Lei­stung in Hen­rik Ibsens „Nora – oder ein Pup­pen­heim“ wurde sie vom Stutt­gar­ter Publi­kum zur belieb­te­sten Schau­spie­le­rin der Spiel­zeit 2011/12 aus­ge­zeich­net. Neben ihren Thea­ter­en­ga­ge­ments steht sie immer wie­der in unter­schied­lich­sten Schau­spiel­rol­len vor der Kamera. Dar­un­ter die Kino­filme „Die Boxe­rin“ und „Armee der Stille“ sowie Fern­seh­pro­duk­tio­nen wie „Käth­chens Traum“ unter der Regie von Jür­gen Flimm, „Schil­ler“, „Poli­zei­ruf 110“, „Tat­ort“, „Der Fall Rit­ter – Für immer ein Mör­der“, „Der Berg­dok­tor“, „Fri­scher Wind“, „Ein Som­mer in Kap­stadt“, „SOKO Leip­zig“, aber auch Mär­chen­film­pro­duk­tio­nen wie „Die Gol­dene Gans“ und „Sie­ben­schön“. Für ihre Dar­stel­lung der „Hedda Gab­ler“ an den Ham­bur­ger Kam­mer­spie­len bekam sie 2023 den Rolf Mares Preis ver­lie­hen. Seit 2019 ist sie fest im Haupt­cast des „Erz­ge­birgs­krimi“ im ZDF zu sehen

Die Pia­ni­stin und Kom­po­ni­stin Lora Kostina wurde in Sankt-Peters­burg gebo­ren. Sie stu­dierte Musik­theo­rie und Kom­po­si­tion am Kon­ser­va­to­rium ihrer Hei­mat­stadt und Jazz­piano an der Musik­hoch­schule in Leip­zig, an der sie seit 2003 selbst lehrt. Kon­zert­rei­sen führ­ten sie nach Däne­mark, Nor­we­gen, Russ­land, Frank­reich, Ita­lien. Sie war mit eige­nen Kom­po­si­ti­ons­pro­jek­ten Sti­pen­dia­tin der Wohl­tä­tig­keits­an­stalt zur Einig­keit Frank­furt a. M., Deut­scher Musik­rat, Musik­fonds, Deut­sche Orche­ster­stif­tung, Kul­tur­stif­tung des Frei­staa­tes Sach­sen und der Rudolf Aug­stein Stif­tung Ham­burg. Sie ist regel­mä­ßige Künst­le­rin im Kul­tur­pro­gramm des Zen­tral­ra­tes der Juden in Deutsch­land mit ver­schie­de­nen Pro­jek­ten (aktu­ell 2026: PASTERNAK – Lora Kostina Trio & Pas­cal von Wro­blewksy). Mit ihrem Trio rea­li­siert sie Pro­jekte in den Berei­chen Modern Jazz und Klas­sik sowie Musik und Lite­ra­tur. So ent­stan­den die CD Pro­duk­tio­nen „Unter­bro­che­ner Kreis“ (2009), „Wag­ner und Schu­mann meet Jazz“ (2013), „Vor­ah­nung“ (2015), „PASTERNAK“ mit Pas­cal von Wro­blew­sky (2024). 2024 wurde der Sound­track zum Hör­spiel „Das Weiße Album“ von Diana Feu­er­bach mit Teresa Weiß­bach auf­ge­nom­men. Mit Kon­zert­pro­gram­men „Klas­sik meets Jazz“, „Wag­ner meets Jazz“, „Frau­en­liebe und Leben – die Jazz­ver­sion!“, „Luther – Bach – Jazz: ein zeit­lo­ses Gespräch“, „Tschai­kow­ski: Para­phra­sen in Jazz“ ver­bin­det Lora Kostina Berei­che euro­päi­scher Klas­sik und des moder­nen Jazz.

 

Ver­an­stal­ter: Bil­dungs­werk BAU Hes­sen-Thü­rin­gen e.V. Schloss Ettersburg.

Ein­tritt: 28 €.

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