In einem neuen Land – Lesung und Gespräch mit August Modersohn
Moderation: Fabian Klaus.
Wie hat sich unser Land seit dem 3. Oktober 1990 verändert? Was hat sich in Duisburg getan, seit Helmut Kohl den großen Aufbruch angekündigt hat, und was in der Lausitz? Der Reporter August Modersohn reist von West nach Ost, von Süd nach Nord. Er vergleicht, was vor 35 Jahren begonnen hat, mit dem, was entstanden ist. Denn vielfach wird übersehen, wie stark sich nicht nur der Osten, sondern das ganze Land in einer Generation verändert hat: Die alte Bundesrepublik ist Geschichte – Erinnerungen an sie klingen oft wie Märchen aus uralten Zeiten. Wie viel – zu viel? – ist im Westen alt beziehungsweise alt geblieben? Aber auch: Was vom Alten ist im Osten abgeschafft worden und fehlt jetzt? August Modersohn besucht Gegenden, die sich besonders verändert haben, und solche, die völlig unberührt (und ungerührt) von der Transformation blieben. Als Reporter ohne vorgefasstes Bild erkundet er dieses neue Land.
August Modersohn wurde 1994 im Westen Berlins geboren, kam in Dresden zum Journalismus und in Leipzig zur Wochenzeitung Die Zeit. Das mediummagazin wählte ihn 2020 unter die „Top 30 bis 30“ und 2024 unter die „Politik-Journalisten des Jahres“. Seit 2022 ist er stellvertretender Leiter des Leipziger Zeit-Büros und berichtet von dort über Ostdeutschland.
Fabian Klaus ist Journalist bei FUNKE Thüringen und schreibt vor allem über Politik und Thüringen für TA, TLZ und OTZ.
Eintritt: 12€ (Karten sind über das DNT erhältlich)
Veranstalter: Kulturdirektion der Stadt Weimar in Kooperation mit dem Deutschen Nationaltheater und der Staatskapelle Weimar.