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Lesung mit Miriam Davoudvandi

Wann

26. Novem­ber 2026 
19:30 – 21:00

Wo

Kalif Storch Erfurt
Zum Güter­bahn­hof 20, Erfurt, 99085 

Veranstaltungstyp

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Miriam Davoud­vandi: Das kön­nen wir uns nicht leisten

Was es bedeu­tet, in Deutsch­land arm zu sein

 

In die­sem per­sön­li­chen und gesell­schaft­lich rele­van­ten Buch erzählt Miriam Davoud­vandi von ihrer Kind­heit und Jugend in finan­zi­ell schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen. Dabei macht sie deut­lich, dass Armut weit mehr bedeu­tet als feh­len­des Geld: Sie beein­flusst das Selbst­bild, die Bezie­hun­gen zu ande­ren Men­schen und die Mög­lich­kei­ten, die einem im Leben offenstehen.

Offen berich­tet sie von den Erfah­run­gen, die ihr Auf­wach­sen geprägt haben – von Scham­ge­füh­len, Aus­gren­zung und dem stän­di­gen Ver­such, die eigene soziale Her­kunft zu ver­ber­gen. Sie beschreibt, wie es sich anfühlte, Freun­din­nen und Freunde nicht nach Hause ein­la­den zu wol­len, weil die Woh­nung im Sozi­al­bau Anlass für Vor­ur­teile bie­ten könnte, und wie das Gefühl, nicht dazu­zu­ge­hö­ren, sie lange beglei­tet hat.

Heute blickt Davoud­vandi auf einen bemer­kens­wer­ten sozia­len Auf­stieg zurück. Sie ver­dient mehr als ihre Eltern jemals ver­dient haben und hat sich beruf­lich erfolg­reich eta­bliert. Doch sie zeigt auch, dass sich die Erfah­run­gen von Armut nicht ein­fach abschüt­teln las­sen. Viele Prä­gun­gen, Unsi­cher­hei­ten und innere Kon­flikte blei­ben bestehen, selbst wenn sich die finan­zi­elle Situa­tion längst ver­än­dert hat. Anhand ihrer eige­nen Geschichte setzt sich die Autorin mit The­men wie Klas­sis­mus, sozia­ler Ungleich­heit, psy­chi­scher Gesund­heit, Fami­lie, Freund­schaft und Part­ner­schaft aus­ein­an­der. Dabei ver­bin­det sie per­sön­li­che Erleb­nisse mit einer kri­ti­schen Betrach­tung gesell­schaft­li­cher Struk­tu­ren und macht sicht­bar, wel­che Hür­den Men­schen aus ein­kom­mens­schwa­chen Ver­hält­nis­sen über­win­den müssen.

Ent­stan­den ist ein ehr­li­ches und ein­dring­li­ches Buch über Her­kunft, soziale Mobi­li­tät und die Frage, wie sehr unsere Lebens­wege von den Bedin­gun­gen geprägt wer­den, unter denen wir auf­wach­sen. Zugleich gibt Miriam Davoud­vandi den Erfah­run­gen vie­ler Men­schen eine Stimme, die in öffent­li­chen Debat­ten oft zu wenig Beach­tung finden.

Miriam Davoud­vandi wurde 1992 in Buka­rest als Toch­ter einer Rumä­nin und eines Ira­ners gebo­ren und wuchs in Süd­deutsch­land auf. Sie ist freie Jour­na­li­stin, Mode­ra­to­rin und Autorin. Bekannt wurde sie unter ande­rem durch ihre Texte für Spie­gel, Zeit und SZ sowie als Host des erfolg­rei­chen WDR-Pod­casts „Danke, gut“, in dem sie mit pro­mi­nen­ten Gästen über psy­chi­sche Gesund­heit spricht. Zudem ver­öf­fent­lichte sie Bei­träge in der Best­sel­ler-Antho­lo­gie „Unlearn Patri­ar­chy II“ und schrieb Texte fürs Thea­ter, unter ande­rem für das Ber­li­ner Ensemble.

 

Preis Vor­ver­kauf: 16,00 € Abend­kasse: 19,00 €

Ver­an­stal­ter: Erfur­ter Herbst­lese e.V. In Koope­ra­tion mit dem Katho­li­schen Forum im Land Thü­rin­gen und der Hein­rich-Böll-Stif­tung Thü­rin­gen e.V.

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