»Weimar reloaded – wieviel Weimar braucht der Mensch?« – Ereignislesung mit Lutz Rathenow
Begrüßung Dr. Cornelia Erdmann.
Zwischen putzig und pompös, ein Ort aus dem Niedlichkeitsbaukasten: ein Puzzle aus Weimar-Erlebnissen bietet der aus Jena stammende Lutz Rathenow. Er kontempliert, dass Weimar zu Rekordversuchen beim Kugeleisessen verleitet, der Durchgangsort zur Gedenkstätte Buchenwald und mehr Schiller als Goethe ist. Freundinnen kamen immer aus Erfurt oder Jena. Künstlerfreunde auch aus W. Den 1982 im Westen erschienenen Band „Zangengeburt“ verteilte Rathenow im DDR-Osten bei Kirchen- und Wohnungslesungen. So kam die Punkgruppe Schleim Keim (Weimar) zu Zeilen aus „Ein Märchen“ und ihrem Titel: „Spitzel“.
Rathenow liest Texte aus Büchern, die der Stadt nahe kommen. Plus einer Vision: Weimar aus dem 3d-Drucker, verteilt über die Welt.
Lutz Rathenow, geb. 1952 in Jena, studierte Geschichte/Deutsch, leitete den Jenaer Arbeitskreis Literatur und Lyrik bis zum Verbot, trat mit dem einmal im Weimaer Kasseturm auf. Netzwerker zwischen DDR-Opposition, literarischen Szenen und West-Journalisten. Seine Neuerscheinungen sind „Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten« (2022), „Früher ist morgen. Einhundertelf Gedichte“ (2025)
Eintritt: 3 € | 2 €
Veranstalter: ACC Galerie Weimar / Eckermann-Buchhandlung.