Jakob Springfeld liest aus „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert“
Angriffe auf Geflüchtete nehmen zu, die AFD plant massive Abschiebungen und neonazistische Positionen an vielen Orten zum „Normalsten“ der Welt geworden. Während die extreme Rechte bundesweit auf dem Vormarsch ist, schaut Westdeutschland oft noch immer nur auf den Osten. Das Fatale? Staatliche Behörden, die Bundeswehr, sowie unser Justizsystem sind Teil des Problems und die Brandmauer ist schon lange gefallen. Der Autor Jakob Springfeld ist mit seiner Angst vor Steigbügelhaltern, vorauseilendem Gehorsam und lautem gesellschaftlichen Schweigen nicht allein. Wer 2025 beansprucht aus der Geschichte gelernt zu haben, muss sich positionieren, aktiv werden und darf die Krise der Demokratie nicht nur auf „den Osten“ projizieren. In seinem Buch „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert“ beschreibt er, warum es falsch ist, mit dem Finger auf Ostdeutschland zu zeigen, wenn im selben Zug vergessen wird, vor der eigenen Haustür zu kehren.
Veranstalter: Stadtbibliothek Bad Lobenstein.