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Jens-Fietje Dwars liest aus Lessings Lustspiel »Die Juden«

Wann

30. Sep­tem­ber 2026 
18:30 – 20:00

Wo

Jenaer Kul­tur­zen­trum KuBuS
Theo­bald-Ren­ner-Straße 1a, Jena-Lobeda, 07747 

Veranstaltungstyp

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Darf man den Anti­se­mi­tis­mus verlachen?
Jens-Fietje Dwars liest aus Les­sings Lust­spiel „Die Juden“

 

Anti­se­mi­tis­mus gibt es seit dem Mit­tel­al­ter. Heute aber hat er For­men ange­nom­men, die dop­pelt ver­un­si­chern. Die einen trauen sich nicht mehr, sich öffent­lich zu ihrer Kul­tur zu beken­nen, wäh­rend andere ins Stam­meln gera­ten, wenn sie dar­über spre­chen wol­len: Darf man noch „Die Juden“ sagen? Muss es nicht Mit­bür­ger jüdi­schen Glau­bens hei­ßen? Und ein Lust­spiel – über „die­ses Thema“, darf man so etwas drucken, müsste es nicht ver­bo­ten wer­den im Wis­sen um unsere Geschichte?

Gott­hold Ephraim Les­sing war gerade ein­mal 20 Jahre alt, als er 1749 das Lust­spiel „Die Juden“ schrieb. Er hat als erster deut­scher Autor den Anti­se­mi­tis­mus sei­ner Zeit nicht nur ange­klagt, son­dern auf der Bühne dem Ver­la­chen preis­ge­ge­ben. War das dumm, frech, zynisch – oder ein Zei­chen von unge­heu­rer Sou­ve­rä­ni­tät, die uns heute fehlt?
Der Jenaer Schrift­stel­ler, Film- und Aus­stel­lungs­ma­cher Jens-Fietje Dwars hat das Stück in sei­ner Edi­tion Orna­ment mit Kup­fer­sti­chen von Bald­win Zettl her­aus­ge­ge­ben. Am Mitt­woch, dem 30. Sep­tem­ber, stellt er das Buch ab 18.30 auf Ein­la­dung der Begeg­nungs­gruppe Juden­tum im KuBuS vor. Er berich­tet von der Ent­ste­hung des Stücks und liest aus dem Lust­spiel, das in der Tra­di­tion von Shake­speares Komö­dien vol­ler Sprach­wirtz ist, leben­di­ger als das späte Drama „Nathan der Weise“.

 

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