Ettersburger Gespräch – »Volk, Herrschaft, Gewalt. Was heißt Demokratie?«
Michael Sommer und Jörg Baberowski im Gespräch mit Peter Krause
Jörg Baberowski, geb. 1961, ist Professor für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zur russischen und sowjetischen Geschichte (C.H. Beck Verlag). 2012 erhielt er für sein Werk „Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt“ den Preis der Leipziger Buchmesse. Zuletzt erschien von ihm »Am Volk vorbei. Zur Krise der liberalen Demokratie« (2026), vorgestellt auch im ETTERSBURGER GESPRÄCH.
Michael Sommer, geb. 1970, hat Alte Geschichte, Klassische Philologie, Wissenschaftliche Politik, Neuere und Neueste Geschichte sowie Vorderasiatische Archäologie an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Basel, Bremen und Perugia studiert, war Visiting Fellow am Wolfson College in Oxford und von 2005 bis 2012 Lecturer in Ancient History an der University of Liverpool. Seit 2012 ist er Professor für Alte Geschichte an der Universität Oldenburg. Michael Sommer ist Autor zahlreicher Standardwerke (C.H.Beck Verlag) zur römischen Geschichte, unter anderem der Bestseller „Dark Rome. Das geheime Leben der Römer” und „Die verdammt blutige Geschichte der Antike”. Er hat vor und hinter der Kamera an zahlreichen TV-Produktionen mitgewirkt, schreibt für die WELT, die F.A.Z., die Süddeutsche Zeitung und den CICERO.
»Alle reden von der Demokratie. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Demokratie sprechen? Offenbar gibt es keinen Konsens in der Frage, was sie eigentlich sei und wie sie beschaffen sein müsse, um die Erwartungen derjenigen zu erfüllen, die ihren Verfall beklagen. […] Auch in demokratischen Ordnungen versuchen die Mächtigen, ihren Einfluß zu erweitern und andere davon abzuhalten, sie um all die Res sourcen zu bringen, die sie in ihren Besitz gebracht haben und die sie jetzt gegen konkurrierende Ansprüche verteidigen.« (Jörg Baberowski: »Am Volk vorbei«)
Veranstalter: Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e.V. Schloss Ettersburg.
Eintritt: 14 €.