Skip to content

Lesung mit Ramona de Jesús

Wann

27. Okto­ber 2026 
19:30 – 21:00

Wo

Schil­lers Gar­ten­haus in Jena
Schil­ler­gäß­chen 2, Jena, 07743 

Veranstaltungstyp

Lade Karte …

Ramona Jesús: ›Zwei Qua­drat­me­ter Haut | Dos metros cuad­ra­dos de piel‹
Die Stimme, die in den Gedich­ten des Ban­des zu uns Lese­rin­nen und Lesern spricht, ist eine viel­schich­tige, oder anders gesagt: Sie setzt sich aus meh­re­ren Stim­men zusammen.

Uns begeg­net die Stimme, die über das Schrei­ben reflek­tiert, die Stimme, die die Ästhe­tik der Lei­den­schaft erkun­det, die Stimme, die sich mit der Kunst, mit Male­rei, Musik und ande­ren Büchern aus­ein­an­der­setzt, die Stimme, die sich mit Öko­no­mie befasst, und zu guter Letzt auch die Stimme der Liebe. Die Gedichte wen­den sich direkt und kri­tisch ihrer Zeit zu und durch­drin­gen die Erzäh­lun­gen einer frag­men­tier­ten Rea­li­tät mit der Kraft sinn­li­cher Erkennt­nis. Dabei grei­fen sie for­mal auf Ele­mente und Text­sor­ten der Popu­lär­kul­tur zurück, auf den Brief wie auf den Kon­to­aus­zug. Die Lek­türe die­ses Debüt­ban­des erin­nert daran, dass Mut die wich­tig­ste Eigen­schaft einer poe­ti­schen Stimme ist.

„Zwei Qua­drat­me­ter Haut: Der Titel hat die Nüch­tern­heit einer Ver­mes­sung und die Zumu­tung einer Offen­le­gung. […] Unsere Haut ist unsere Grenze zum Außen und zugleich unser größ­tes Auf­nah­me­or­gan, Gedächt­nis und Alarm. Auf ihr zei­gen sich Hitze, Scham, Alter, Begeh­ren, Ver­let­zung. Unter ihr arbei­ten Dinge wei­ter, die längst ver­gan­gen und ver­ges­sen sein müss­ten. In die­sem Buch ist Haut ein Archiv. Erin­ne­run­gen, Nar­ben, Geschichte und Iden­ti­tät sind ihr ein­ge­schrie­ben […]Am Anfang steht ein Gedicht, ‚das die Zer­stö­rung die­ses Hau­ses über­lebt‘. Das ist ein har­ter Ein­satz“. Daniela Danz: Über die Gedichte von Ramona de Jesús

Mode­ra­tion: Guido Naschert; Hel­mut Hühn

Ramona de Jesús (Kolum­bien, 1990) ist Dich­te­rin, Essay­istin und Über­set­ze­rin. Sie ist zwi­schen Bogotá und Mum­bai auf­ge­wach­sen und stu­dierte Kul­tur­wis­sen­schaft, Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und krea­ti­ves Schrei­ben in Bre­men, Ber­lin und Bue­nos Aires. Sie erhielt meh­rere Aus­zeich­nun­gen und Sti­pen­dien, unter ande­ren des Ber­li­ner Senats und der Jan-Mich­alski-Stif­tung in der Schweiz. Ihr lite­ra­ri­sches Debüt »Dos metros cuad­ra­dos de piel« wurde in Kolum­bien mit dem Natio­nal-Preis für unver­öf­fent­lichte Lyrik aus­ge­zeich­net. Momen­tan ist sie Fel­low an der Aka­de­mie Schloss Solitude.
Ein­tritt: 6 / 3 Euro, für Stu­die­rende der FSU ist der Ein­tritt frei.

Eine gemein­same Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. und Schil­lers Gartenhaus

An den Anfang scrollen