Verleihung der Literaturpreise der Deutschen Schillerstiftung
Die Klassik Stiftung Weimar ist stolz, die Literaturgala der Deutschen Schillerstiftung auszurichten. Im Goethe-Nationalmuseum werden am 11. Dezember 2026 fünf Literaturpreise verleihen. Neben den Preisen für 2026 werden auch die Preise für 2025 verliehen. Nach dem plötzlichen Tod des Kuratoriumsvorsitzenden der Schillerstiftung, Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann, am 3. September 2025 war die Preisverleihung für 2025 kurzfristig abgesagt worden.
Moderieren wird Dr. Frank Simon-Ritz, Direktor der Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar und neuer Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Schillergesellschaft.
Zu den Preisträgern:
Die Ehrengabe der Deutsche Schillerstiftung für 2025 erhält die österreichische Dichterin Margret Kreidl. Ihr Schreiben zeichnet sich aus Sicht der Jury durch eine außergewöhnliche formale Vielfalt und Experimentierfreude aus. Sie bewegt sich souverän zwischen Lyrik, Prosa, Hörspiel und Theater und überschreitet dabei bewusst die Grenzen traditioneller Gattungen.
Mit dem Lyrikpreis für 2025 der Anke Bennholdt-Thomsen-Stiftung, einer Unterstiftung der Deutschen Schillerstiftung, wird die deutschsprachige Schriftstellerin und Übersetzerin Ann Cotten ausgezeichnet. Mit ihren Gedichten eröffnet sie neue Perspektiven auf die uns umgebende Welt, deren Ausmaße Werk um Werk schwindelerregender werden.
Die Ehrengabe für 2025 der Kester-Haeusler-Stiftung, einer weiteren Unterstiftung der Deutschen Schillerstiftung, erhält die Autorin Lütfiye Güzel. In ihren Gedichten und Kürzestgedichten reflektiert sie Themen wie Identität, Migrationserfahrung, Suche nach dem Gegenüber und Verlust, immer grundiert von trotziger Melancholie und eingebettet in Alltagsbeobachtungen.
Mit der Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung für 2026 wird das literarische und künstlerische Schaffen von Mely Kiyak gewürdigt. In ihren Büchern, Texten, Miniaturen, so die Jury, spiegelt die Autorin das Zusammenleben und die Beziehungsgeflechte im Großen wie im Kleinen sprachlich präzise und mit einem unvergleichlichen Humor wider. Sie sammelt Augenblicke und verwandelt sie mit eigenem Sound in Liebes- oder Protestlieder, die ihre Leser lange begleiten.
Den Förderpreis für 2026 der Anke Bennholdt-Thomsen-Stiftung erhält die junge Autorin Nea Schmidt für ihren Debüt-Gedichtband „Sprechen in Flechten“. Ihre Gedichte zielen in ihrem Dehnen und Biegen von Bedeutung auf Unberechenbarkeit.
Die Jury:
Die Jury der Deutschen Schillerstiftung von 1859 wird aktuell von dem Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Florian Höllerer, der Autorin Nancy Hünger, der Kritikerin Beate Tröger, dem Autor und Verleger Dinçer Güçyeter sowie der Kulturredakteurin Judith Heitkamp gebildet. Den Vorsitz hat seit dem 20. April 2026 Florian Höllerer inne.
Die Stiftung:
Als älteste bürgerschaftlich organisierte Fördereinrichtung unterstützt die Deutsche Schillerstiftung von 1859 Autorinnen und Autoren. Seit ihrer durch Kriegs- und Nachkriegsereignisse notwendig gewordenen Neuerrichtung im Jahre 1995 vergibt sie alljährlich Ehrengaben und regelmäßig Förderpreise. Zugleich fungiert die Stiftung als Dach renommierter Unterstiftungen, die von namhaften Persönlichkeiten für die Vergabe weiterer Literaturpreise eingerichtet wurden.