Öffnen und Schließen – Goethe und die Briefkultur um 1800
Wissenschaftliche Tagung vom 23.–25. September 2026
Die internationale wissenschaftliche Tagung „Goethe und die Briefkultur um 1800“ widmet sich den Korrespondenzen Johann Wolfgang Goethes und seiner Zeitgenossen in theoretischer und historischer Perspektive. Editionsphilologische und neueste Positionen der Briefforschung treten darin in einen fruchtbaren Dialog. An jeden 30-minütigen Vortrag schließt sich eine moderierte Diskussion von 15 Minuten Dauer an. Die Tagung, der Abendvortrag und die Lesung sind öffentlich. Der Besuch ist ohne vorherige Anmeldung möglich.
Mittwoch
23. September 2026
Goethe- und Schiller-Archiv, Vortragssaal, Jenaer Straße 1:
13:00 Begrüßung und Einführung durch die Veranstalter
13:15 Frieder von Ammon (München): Der schöne 22. September. Ein Tag im Jahr – in Briefen
14:00 Norbert Christian Wolf (Wien): Der Brief als Medium schriftstellerischer Selbstbehauptung (Wieland, Goethe, Schiller)
Kaffeepause
15:30 Jana Kittelmann (Dessau): „Raserey der Sentimental-Autoren“. Briefkonflikte um den jungen Goethe
16:15–17:00
Yvonne Pietsch (Weimar): „French enough! Let us write english“ – Goethes fremdsprachliche Briefe
Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Konferenzraum, Platz der Demokratie 4:
15:30 Bernhard Fischer (Weimar): Zur Korrespondenz von Christian Gottlob Voigt und Goethe
16:15–17:00
Annalisa Ricchizzi (Weimar): Literarische Begegnungen mit dem Mittelalter. Korrespondenzen und Gespräche im Umfeld Goethes
Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Kubus, Platz der Demokratie 4:
18:00
Öffentlicher Abendvortrag:
Ernst Osterkamp (Berlin): Danach. Goethes Briefe an Amalie von Levetzow 1823 bis 1826
Donnerstag
24. September 2026
Goethe- und Schiller-Archiv, Restaurierungswerkstatt, Jenaer Straße 1:
9:00 Susanne Busch (Weimar): Präsentation zur Restaurierung von Briefhandschriften aus Goethes Nachlass
(Nur für die Referentinnen und Referenten)
Goethe- und Schiller-Archiv, Vortragssaal, Jenaer Straße 1:
9:45 Nathalie Ferrand (Paris): Rousseau: die Bekenntnisse des Briefwechsels (in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung)
10:30 Gaby Pailer (Vancouver): Charlotte von Steins Dramen im Kontext ihrer Korrespondenz mit Friedrich und Charlotte Schiller
Kaffeepause
11:30 Katherine Harloe (London): Monumentality and character: epistolary discourses and editorial practice in Goethe‘s
„Winckelmann und sein Jahrhundert“
Mittagspause
14:00 Héctor Canal (Weimar): Auftragsbriefe – August von Goethe führt die Korrespondenz des Vaters
14:45–15:30
Ariane Ludwig (Weimar): Die Briefe Walther von Goethes
Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Konferenzraum, Platz der Demokratie 4:
14:00 Michael Rölcke (Berlin): Umschlagplätze. Das Kuvert als Informationsträger und briefliche Botschaft
14:45–15:30
Alexander Rosenbaum (Weimar): Mit Brief und Siegel. Zu Goethes Praxis des Briefsiegelns
Kaffeepause
Goethe- und Schiller-Archiv, Vortragssaal, Jenaer Straße 1:
16:00 Jutta Eckle (Weimar): Goethe zwischen Arbeitszimmer und Amtsstube: Briefe vs. Schreiben
16:45–17:30
Katja Deinhardt (Weimar): „Beyzulegen.“ Bitt- und Begleitschreiben im Großherzoglichen Hausarchiv Weimar
Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Konferenzraum, Platz der Demokratie 4:
16:00 Anna Ananieva (Weimar): Anno 1800 – Serienbriefe Londoner Bücherproduzenten an die namhaftesten deutschen Theaterautoren (Goethe, Schiller, Kotzebue)
16:45–17:30
Jenny Brys-Grün (Weimar): „Bitte uns einige Karten u. wichtige literarische Werke auf die Seite zu legen“ – Korrespondenzen des Gothaer Verlages Justus Perthes (1816–1880)
Goethe- und Schiller-Archiv, Vortragssaal, Jenaer Straße 1:
18:00 Rahmenprogramm: „Liebe Mama! Ich geh nach Weimar!“ – Lesung zu Goethes Ankunft in Weimar.
Mit Sören Schmidtke und den SchauspielerInnen Heike Meyer und Martin Bertram (Weimar)
Freitag
25. September 2026
Goethe- und Schiller-Archiv, Vortragssaal, Jenaer Straße 1:
9:00 Björn Rosenau (Frankfurt/M.): Zwischen Federkiel und Posthorn – Postrouten, Taxen und postalische Vermerke zur Goethezeit
Kaffeepause
10:15 Jochen Strobel (Marburg): Goethe im Korrespondenznetzwerk der Frühromantik
11:00 Claudia Bamberg (Trier): Erschließung mittels Normdaten, Linked Open Data oder doch ganz ‚klassisch‘? Möglichkeiten der Kommentierung in digitalen Briefeditionen
11:45–12:30
Claudia Häfner (Weimar): „Blumen und Wünsche dargebracht“. Die Geburtstagsfaszikel in der Überlieferung
der Briefe an Goethe
12:45–13:30
Plenum: Zusammenfassung, Auswertung und Ausblick. Verabschiedung durch die Veranstalter.