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Lesung anlässlich des 250. Geburtstags Amalie von Helvigs

Wann

19. August 2026 
18:00 – 19:30

Wo

Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek Wei­mar / Studienzentrum
Platz der Demo­kra­tie 4, Wei­mar, 99423 

Veranstaltungstyp

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Weib­li­che Autor­schaft zwi­schen Wei­mar und Schweden.

Ama­lie von Hel­vig – Lesung anläss­lich ihres 250. Geburtstags

 

Zu Leb­zei­ten prägte sie Wei­mar und andere intel­lek­tu­elle Zen­tren in Deutsch­land und Schwe­den. Anläss­lich ihres 250. Geburts­ta­ges stel­len Jules Kiel­mann und Delf Lüt­zen die Werke von Ama­lie von Imhoff | Ama­lie von Hel­vig vor.

Ama­lie von Hel­vig, gebo­rene von Imhoff (1776–1831), begann ihre Kar­riere als Schrift­stel­le­rin im klas­si­schen Wei­mar des aus­ge­hen­den 18. Jahr­hun­derts. Dort ent­stan­den viele ihrer Werke. Sie war Dich­te­rin, Über­set­ze­rin, Kunst­kri­ti­ke­rin, Lite­ra­tur­ver­mitt­le­rin, Salon­nière und bril­li­ante Netz­wer­ke­rin. Neben Wei­mar prägte sie auch Ber­lin, Hei­del­berg, Upp­sala und Stock­holm lite­ra­risch. Unge­ach­tet der Bekannt­heit, die Hel­vig zu Leb­zei­ten genoss, ver­schwand die Autorin nahezu voll­stän­dig aus der Lite­ra­tur­ge­schichts­schrei­bung bei­der Länder.

Zu ihrem 250. Geburts­tag lädt die Klas­sik Stif­tung Wei­mar in die Biblio­thek ein um die Werke der Schrift­stel­le­rin gemein­sam mit Jules Kiel­mann und Delf Lüt­zen neu zu ent­decken. Zusam­men haben die bei­den in der Reihe Edi­tion FONTE des Wehr­hahn Ver­lags eine Aus­wahl ihrer Texte her­aus­ge­ge­ben, die die Viel­sei­tig­keit der Autorin zei­gen. Der am 7. Juli 2026 erschie­nene erste Band stellt einen Bezug zur Lite­ra­tur und Kul­tur der Antike sowie zur zeit­ge­nös­si­schen Dich­tung Wei­mars her. Der für Herbst ange­kün­digte zweite Band beschäf­tigt sich mit der Rezep­tion des ger­ma­ni­schen Mit­tel­al­ters, mit Sagen, Legen­den und Mär­chen sowie mit patrio­tisch ori­en­tier­ten Schrif­ten im Zuge der Napo­leo­ni­schen Kriege.

Jules Kiel­mann stu­dierte Neuere deut­sche Lite­ra­tur und Skan­di­na­vi­stik in Frei­burg. 2023 wurde sie mit der Arbeit Wech­sel­wir­kun­gen. Geschlecht, Nation und Autor­schaft im Werk Ama­lie von Hel­vigs (2025 erschie­nen im Win­ter-Ver­lag) an der Uni­ver­si­tät Upp­sala im Fach Lite­ra­tur­wis­sen­schaft pro­mo­viert. Ihre Dis­ser­ta­tion wurde von der Schwe­di­schen Aka­de­mie aus­ge­zeich­net, zudem erhielt sie den För­der­preis „Geschlech­ter­aspekte im Blick 2026“ der Uni­ver­si­tät Jena. Seit Sep­tem­ber 2024 arbei­tet sie als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin am Insti­tut für Ger­ma­ni­sti­sche Lite­ra­tur­wis­sen­schaft der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena.

Delf Lüt­zen stu­dierte Latei­ni­sche Phi­lo­lo­gie und Ger­ma­ni­stik mit dem Pro­fil Lehr­amt in Kiel. Seine Abschluss­ar­beit ver­fasste er zu Ama­lie von Imhoff und die Wei­ma­rer Klas­sik. Weib­li­che Autor­schaft und Anti­ke­rezep­tion. Seit Mai 2025 hat er ein Pro­mo­ti­ons­sti­pen­dium der Stu­di­en­stif­tung des deut­schen Vol­kes und ver­folgt das Dis­ser­ta­ti­ons­pro­jekt: Schrift­stel­le­rin­nen der Wei­ma­rer Klas­sik. Anti­ken­re­zep­tion und weib­li­che Autor­schaft im 18. Jahrhundert.

 

Ein­tritt frei.

Ver­an­stal­ter: Gesell­schaft Anna Ama­lia Biblio­thek, Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek, Klas­sik Stif­tung Weimar.

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