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Internationales Kolloquium Rückblicke auf Mittel-/ Zentral-Europa. Eine europapolitische Debatte und ihr Fortleben

Wann

22. April 2026 – 24. April 2026 
14:00 – 12:30

Wo

Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek Wei­mar / Studienzentrum
Platz der Demo­kra­tie 4, Wei­mar, 99423 

Veranstaltungstyp

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Inter­na­tio­na­les Kol­lo­quium Rück­blicke auf Mit­tel-/Zen­tral-Europa. Eine euro­pa­po­li­ti­sche Debatte und ihr Fort­le­ben  

Erneut ist die Rede von Ost­mit­tel­eu­ropa und Zentraleuropa

 

Fast 50 Jahre nach Beginn einer Debatte, mit der eine neue Per­spek­tive auf eine ideo­lo­gisch geprägte Region (Ost­mit­tel­eu­ropa) gewor­fen und die Kon­fron­ta­tion des Kal­ten Krie­ges über­wun­den wurde, wer­den die Begriffe Mit­tel- bzw. Zen­tral-Europa (Cen­tral Europe) als Deu­tungs­sche­mata auf­ge­grif­fen und neu beschrie­ben. Das Wei­ma­rer Kol­lo­quium aktua­li­siert eine gesell­schafts­po­li­ti­sche Kon­tro­verse, die seit Beginn des rus­si­schen Über­falls auf die Ukraine eine neue Bedeu­tung erhal­ten hat. Es geht mit den Begrif­fen und Deu­tungs­sche­mata um ost­mit­tel­eu­ro­päi­sche Erfah­run­gen, die auch im Westen als Bei­träge des Ostens zur Zukunft Euro­pas wahr­ge­nom­men wer­den sollten.

Fast 50 Jahre nach Beginn der dis­si­den­tisch gepräg­ten Mit­tel­eu­ro­pa­de­batte, mit der eine neue Per­spek­tive auf eine ideo­lo­gisch geprägte Region (Ost­mit­tel­eu­ropa) gewor­fen wurde und die Bipo­la­ri­tät des Kal­ten Krie­ges über­wun­den wer­den sollte, wer­den die Begriffe als Deu­tungs­sche­mata auf­ge­grif­fen und neu beschrieben.

Das Wei­ma­rer Kol­lo­quium rückt eine gesell­schafts­po­li­ti­sche Kon­tro­verse in den Fokus, die seit Beginn des rus­si­schen Über­falls auf die Ukraine eine neue Aktua­li­tät erhal­ten hat.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen und das Tagungs­pro­gramm fin­den Sie im Ver­an­stal­tungs­ka­len­der.

Anmel­den kön­nen Sie sich über haab@klassik-stiftung.de

Wir wür­den uns sehr freuen, Sie als unsere Gäste begrü­ßen zu dürfen!

Programm

Mitt­woch, 22.4.26

14:00 Begrü­ßung

14:30–16:00 Uhr Sek­tion 1: Begriffs­theo­re­ti­sche Sondierungen

Stef­fen Höhne (Weimar/Prag): Mit­tel­eu­ropa. Zur Kar­riere eines poli­tisch-kul­tu­rel­len Konzepts
Miloš Havelka (Prag): Wo liegt Mit­tel­eu­ropa und wer sind die Mitteleuropäer?

16:30–18:00 Uhr Sek­tion 2: Dia­chrone Verortungen

Rein­hard Laube (Wei­mar): Die Idee der Mit­tel­eu­ro­päi­schen Ver­ei­nig­ten Staa­ten in der Zwischenkriegszeit
Annette Wer­ber­ger (Frank­furt-Oder): Ver­such über eine Ideen­ge­schichte Mitteleuropas

18:00 Abend­vor­trag

Johan­nes Feicht­in­ger (Wien): Begriffs­kar­rie­ren. Zu den Kon­zep­ten Mit­tel- und Zentraleuropa

 

Don­ners­tag, 23.4.26

9:00–10:30 Uhr Sek­tion 3: Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­li­che Konzeptualisierungen

Flo­rian Küh­rer-Wie­lach (Mün­chen): Drang nach Osten, Flucht nach Westen. Leer­stelle Mitteleuropa?
Alfrun Kli­ems (Ber­lin): Mit­tel­eu­ro­päe­rin­nen. Weib­li­che Stim­men in einem männ­lich gepräg­ten Diskurs

11:00–13:00 Uhr Sek­tion 4: Die unga­ri­schen Debatten

László Levente Balogh (Debre­cen): Wie­der­kehr der Geschichte? Poli­ti­sche Misere und Hyste­rie als poli­ti­sche Merk­male Mit­tel­eu­ro­pas im Werk von Ist­ván Bibó
Gábor Gángó (Erfurt/Budapest): Péter Ester­házy, Danilo Kiš und die „mit­tel­eu­ro­päi­sche Poetik“
Kata­lin Madácsi-Laube (Ber­lin): Der Schrift­stel­ler und Dis­si­dent György Kon­rád und Mitteleuropa

14:00–16:00 Sek­tion 5: Die tsche­chi­schen Debatten

Peter Bugge (Aar­hus): Das Exklu­dierte. Trans­for­ma­tio­nen euro­päi­scher Bipo­la­ri­tät im tsche­chi­schen Mit­tel­eu­ro­pa­dis­kurs der 1980er und frü­hen 1990er Jahre und ihr Erbe
Alex­an­der Wöll (Pots­dam): Jakub Deml, die tsche­chi­sche katho­li­sche Moderne und die Krise des Libe­ra­lis­mus: Wie Mit­tel­eu­ropa zur Idee und Europa zur Frage wurde
Edu­ard Schrei­ber (Ber­lin): Eda Gold­stücker – Begeg­nun­gen mit einem Mit­tel­eu­ro­päer im Pra­ger Kaffeehaus

16:30–18:00 Uhr Sek­tion 5:

Alena Zel­ená (Prag): „Böh­men am Meer“. Eine mit­tel­eu­ro­päi­sche Europa-Vision im Werk L. Moníkovás
Hélène Leclerc (Tou­louse): „Sie sagen immer noch Ost­eu­ropa zu uns.“ Cha­rak­te­ri­sie­run­gen von Mit­tel­eu­ropa im Werk von Jaros­lav Rudiš

18:30 Abend­pro­gramm
Lesung von Tex­ten zur Zen­tral­eu­ropa-Debatte aus Tsche­chien, Ungarn, der Ukraine und Polen

 

Frei­tag, 24.4.26

9:00–10:30 Uhr Sek­tion 6: Blicke in die wei­tere Region
Lothar Ehr­lich (Wei­mar): Inter­ven­tio­nen gegen die ‚Tra­gö­die Mit­tel­eu­ro­pas‘: Lud­vik Kun­de­ras Koope­ra­tion mit Dich­tern der DDR
Iryna Kova­lenko (Frank­furt-Oder): Mit­tel­eu­ropa in ukrai­ni­schen Diskursen

11:00–12:30 Uhr
Bernd Kar­wen (Leip­zig): Sta­ni­sław Barańc­zaks Essays über „Eastern Europe“ – wie ein Pole in den USA den Begriff Mit­tel­eu­ropa umgeht.
Péter Techet (Wien): Visegrád: Ein poli­ti­sches Erbe Ostmitteleuropas?

 

Ver­an­stal­ter: Klas­sik Stif­tung Wei­mar, Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek mit Unter­stüt­zung des Her­der-For­schungs­rats und der Ernst-Abbé-Stif­tung sowie in Zusam­men­ar­beit mit dem Archiv der Ber­li­ner Aka­de­mie der Künste.

Tagungs­lei­tung: Prof. Dr. Stef­fen Höhne (Weimar/Prag), Dr. Rein­hard Laube (Wei­mar)

Ansprech­part­ne­rin: Mieke Hage­nah (Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek, Klas­sik Stif­tung Wei­mar) E‑Mail: haab@klassik-stiftung.de

 

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