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Lesung mit Rike Reiniger

Wann

28. Mai 2026 
19:00 – 20:30

Wo

Lite­ra­tur­Etage Weimar
Markt­stra­sse 2–4 / 1. OG, Wei­mar, 99423 

Veranstaltungstyp

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Bio­gra­fi­scher Roman über Lotte Rei­ni­ger – Pio­nie­rin des Trickfilms

 

Ber­lin 1926: Gla­mou­röse Schau­spie­le­rin­nen, ver­rückte Film­re­gis­seure, Skan­dal-Tän­ze­rin­nen und kom­mu­ni­sti­sche Autoren drän­gen in den über­füll­ten den Saal der Volks­bühne, um einen Mär­chen­film zu sehen. Die junge Trick­film­künst­le­rin Lotte Rei­ni­ger zeigt „Die Aben­teuer des Prin­zen Ach­med“, den ersten abend­fül­len­den Trick­film – eine Sen­sa­tion! Im pul­sie­ren­den Kunst­le­ben der Wei­ma­rer Repu­blik wird sie mit ihren zau­ber­haf­ten Sil­hou­et­ten über Nacht zum Star.
Fes­selnd erzählt Rike Rei­ni­ger, wie die erste deut­sche Trick­film­re­gis­seu­rin ihren Traum vom Film ver­folgt, von den gla­mou­rö­sen 1920er Jah­ren, über das Exil und die Nach­kriegs­zeit. Wie­der­ge­fun­dene Briefe der außer­ge­wöhn­li­chen Künst­le­rin legen das Geheim­nis ihres Lebens frei und eröff­nen einen neuen Blick auf ihr Werk.
Wie Lotte Rei­ni­ger für die­sen Erfolg ihre Liebe zu einer Frau ver­schweigt und bis in die Rast­lo­sig­keit des Exils ihren Traum von einem näch­sten gro­ßen Trick­film ver­folgt, erzählt Rike Rei­ni­gers fes­selnde Roman­bio­gra­fie. Ein Pan­orama der Zeit quer durch ein Europa, geprägt von Hoff­nung und Krise und dem Mut zu stän­di­gen Neubeginn.

„Nach einem letz­ten Bier und dem aller­letz­ten Korn ver­ab­schie­den sich die Kol­le­gen in die Früh­lings­nacht. Lotte steht allein auf dem freien Platz vor dem Thea­ter. So müs­sen Geschich­ten also aus­ge­hen? Auf der ande­ren Seite der Straße fließt dun­kel und dreckig die Spree. Über die S‑Bahn Brücke fährt ein spä­ter Zug und erschreckt die Vögel in ihrem Nacht­quar­tier. Eine Lach­möwe fliegt krei­schend davon. Lotte schaut ihr nach. Nein, Geschich­ten kön­nen auch anders aus­ge­hen. Geschich­ten kön­nen davonfliegen.“

Rike Rei­ni­ger, auf­ge­wach­sen in Bochum, arbei­tete in einem Pup­pen­thea­ter, das den deutsch­spra­chi­gen Raum berei­ste, stu­dierte in Prag und Gie­ßen, grün­dete in Ber­lin eine eigene Com­pa­gnie, ging ins Enga­ge­ment an ver­schie­dene Thea­ter in Sach­sen und schreibt seit vie­len Jah­ren erfolg­rei­che Thea­ter­stücke. „24 Bil­der pro Sekunde“ ist ihr Roman­de­büt. Durch Zugang zu Doku­men­ten aus der Fami­lie konnte sie dem Bild der Aus­nah­me­künst­le­rin Lotte Rei­ni­ger bis­lang unbe­kannte Facet­ten hin­zu­fü­gen. Rike Rei­ni­ger lebt in Ber­lin und Vorpommern.

Ein­tritt: 12 / 10 / 1 (WP).

Eine Ver­an­stal­tung im Rah­men der Poet­ry­film­tage 2026.

Ver­an­stal­ter: Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

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