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Ettersburger Gespräch mit Hamed Abdel-Samad und Michael Wolffsohn

Wann

14. Okto­ber 2026 
19:00 – 20:30

Wo

Schloss Etters­burg
Am Schloss 1, Etters­burg, 99439 

Veranstaltungstyp

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Etters­bur­ger Gespräch »With God on their Side«

Hamed Abdel-Samad und Michael Wolff­sohn im Gespräch mit Peter Krause

 

Welt­weit schlie­ßen auto­ri­täre und popu­li­sti­sche Regie­run­gen die Rei­hen mit fun­da­men­ta­li­sti­schen Bewe­gun­gen. In der ara­bisch-isla­mi­schen Welt ist dies keine neue Ent­wick­lung. Über­ra­schen­der ist, wie sehr Putins Régime, auch beim Krieg gegen die Ukraine, durch die rus­sisch-ortho­doxe Kir­che unter­stützt wird. Und ohne evan­ge­li­kale Wäh­ler wäre Donald Trump nicht zwei Mal ins Weiße Haus gewählt wor­den. Xi Jin­ping sichert seine Macht mit Hilfe des Kon­fu­zia­nis­mus, Netan­jahu regiert mit Unter­stüt­zung ortho­do­xer Abge­ord­ne­ter. Im Ver­gleich zur Tür­kei, zu Russ­land und zu den Ver­ei­nig­ten Staa­ten mag Europa wie ein Hort der Auf­klä­rung wir­ken. Aber auch hier machen Poli­tik und anti­li­be­rale Glau­bens­rich­tun­gen gemein­same Sache…

Hamed Abdel-Samad hat sich als Reli­gi­ons­kri­ti­ker, vor allem mit Blick auf den Islam, inter­na­tio­nal einen Namen gemacht. Sein neues Buch (dtv) ist eine zutiefst beun­ru­hi­gende Bestands­auf­nahme. Abdel-Samad fürch­tet, dass das auf­klä­re­ri­sche Pro­jekt, das nie­mals welt­weit durch­ge­setzt war, näm­lich die Tren­nung von Macht und Reli­gion, dem Ende ent­ge­gen geht. Hamed Abdel-Samad, geb. 1972 in Ägyp­ten, stu­dierte Spra­chen und Poli­tik. Er arbei­tete für die UNESCO, am Lehr­stuhl für Islam­wis­sen­schaft in Erfurt und am Insti­tut für Jüdi­sche Geschichte und Kul­tur in Mün­chen, er war Mit­glied der Deut­schen Islam Kon­fe­renz. Wegen sei­ner Tabu­brü­che wurde 2013 eine Fatwa gegen ihn ver­hängt, seit­her lebt er unter per­ma­nen­tem Polizeischutz.

Pro­fes­sor Dr. Michael Wolff­sohn ist einer der füh­ren­den Exper­ten für die Ana­lyse inter­na­tio­na­ler Poli­tik und nicht zuletzt die Bezie­hun­gen zwi­schen Deut­schen und Juden auf staat­li­cher, poli­ti­scher, wirt­schaft­li­cher und reli­giö­ser Ebene. Der Histo­ri­ker und Publi­zist mel­det sich regel­mä­ßig zu wich­ti­gen poli­ti­schen, mili­tär­po­li­ti­schen, histo­ri­schen und reli­giö­sen Fra­ge­stel­lun­gen zu Wort. Bei The­men wie Zukunft der Bun­des­wehr, Nah­ost und andere Welt­kon­flikte, deutsch-israe­li­sche Bezie­hun­gen oder Geschichte und Gegen­wart des Juden­tums hat er sich mit prä­zi­sen Ana­ly­sen und kla­ren Stel­lung­nah­men einen Namen gemacht. Der 1947 in Tel Aviv gebo­rene Sohn einer 1939 nach Palä­stina geflüch­te­ten jüdi­schen Kauf­manns­fa­mi­lie über­sie­delte 1954 mit sei­nen Eltern nach West-Ber­lin. Nach Wehr­dienst in Israel und Stu­dium in Ber­lin, Tel Aviv und New York lehrte er als Pro­fes­sor für Neuere Geschichte an der Uni­ver­si­tät der Bun­des­wehr in Mün­chen. Er hat zahl­rei­che Bücher, Auf­sätze und Fach­ar­ti­kel ver­fasst und ist wei­ter­hin publi­zi­stisch tätig.

 

Ver­an­stal­ter: Bil­dungs­werk BAU Hes­sen-Thü­rin­gen e.V. Schloss Ettersburg.

Eintritt:18 €.

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