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Lesung mit Ulrike Draesner

Wann

18. März 2026 
19:00 – 20:30

Wo

St. Ursula Weimar-Taubach
Kirch­platz 1 , Wei­mar, 99425 

Veranstaltungstyp

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Pene­lo­pes Sch()iff – Lesung mit Ulrike Draesner

 

Ein­füh­rung: Chri­stoph Schmitz-Scholemann

Musik: José Anto­nio Ver­gara (Kon­tra­bass)

 

Pene­lope – Inbe­griff der treuen Gat­tin, makel­los in der Erfül­lung ihrer Rolle als beschei­den die­nende Ehe­frau. Ulrike Draes­ner wirft die­ses Nar­ra­tiv beherzt über Bord und ermög­licht eine Viel­zahl neuer Per­spek­ti­ven: auf die Per­son Pene­lope und ihre Wün­sche, ihre Tat­kraft, ihren Auf­bruch in ein neues Leben. Auf die bis heute prä­gende Kraft der Frauen- und Män­ner­bil­der des alten Grie­chen­land. Und nicht zuletzt auf die Frage danach, was gute Regie­rung bedeu­tet. Draes­ners Pene­lope ist klug, lei­den­schaft­lich, frei­heits­lie­bend. Als deut­lich wird, dass der so trau­ma­ti­sierte wie bru­ta­li­sierte Kriegs­heim­keh­rer Odys­seus als Herr­scher nicht mehr trag­bar ist, sticht sie gemein­sam mit hun­dert Frauen in See. Aben­teu­er­lich wird die Fahrt. Nicht nur geo­gra­fisch führt sie ins Unge­wisse. Immer mehr Frauen erhe­ben die Stimme und ver­lan­gen ihre Rechte. Am Ende lan­det eine bunte Gesell­schaft in jener Lagune an, die wir heute Vene­dig nennen.

Ulrike Draes­ners Relek­türe ist ein beein­drucken­des Text- und Klang­ge­webe, das den Mythos unter ande­ren Vor­zei­chen auf elek­tri­sie­rende Weise neu belebt.

Ulrike Draes­ner, 1962 in Mün­chen gebo­ren, wurde für ihre Romane, Essays und Gedichte viel­fach aus­ge­zeich­net. Zuletzt erhielt sie den Gisela-Els­ner-Lite­ra­tur­preis, den Lite­ra­tur­preis der Kon­rad-Ade­nauer-Stif­tung, den Georg Dehio-Buch­preis sowie den Gro­ßen Preis des Deut­schen Lite­ra­tur­fonds für ihr Gesamt­werk, das mul­ti­me­diale Arbei­ten und Über­set­zun­gen ein­schließt. Nach ver­schie­de­nen inter­na­tio­na­len Gast­do­zen­tu­ren und Poe­tik­vor­le­sun­gen ist sie seit April 2018 Pro­fes­so­rin am Deut­schen Lite­ra­tur­in­sti­tut Leip­zig. Draes­ner lebt mit ihrer Toch­ter in Berlin.

Chri­stoph Schmitz-Schole­mann ist Jurist, Autor und Über­set­zer sowie ehe­ma­li­ger Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt. Er lebt in Weimar.

 

Ein­tritt: pay-what-you-can (nur Abendkasse)

Ver­an­stal­ter: Buch­hand­lung Tha­lia Wei­mar / Kul­tur­di­rek­tion der Stadt Wei­mar. In Koope­ra­tion mit dem Pro­gramm Kul­tur­Zeit der Kir­che St. Ursula in Taubach.

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