»Blender« – Anke Engelmann liest aus ihrem Debüt-Roman, der im Berliner Verlag Voland & Quist erschien.
Moderation und Gespräch: Christoph Schmitz-Scholemann.
Hannes Bohn will nur eins: Künstler sein. Doch für so einfache Wünsche ist die DDR zu eng. Er landet im Gefängnis, süchtig und hoch verschuldet. Dort entdeckt die Stasi Hannes’ Begabung und macht ihn zum Kunstfälscher. Anke Engelmann zeichnet das traurig-komische Leben eines Mannes, der sich durch Knast, Psychiatrie und Untergrund blufft, bis er selbst nicht mehr weiß, wer er wirklich ist: ein Bild, so oft übermalt, dass niemand mehr das Original erkennt. Ist Hannes ein tragisches Genie, ein Blender – oder beides zugleich?
Anke Engelmann, 1966 in Weimar geboren, wo sie heute lebt und arbeitet, hat Sprachwissenschaft studiert und Journalistin gelernt. Unter dem Namen »Büro für angewandte Poesie« verfasst sie eigene und lektoriert fremde Texte, hält Kurse für Kreatives Schreiben und unterrichtet Menschen mit Behinderung im Lesen und Schreiben.
Foto: Alien Schneider
Eintritt: 12 / 10 / 1 (WP) Euro.
Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft Thüringen im Rahmen des Lesarten-Festivals der Stadt Weimar.