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 thomas-mann-im-rundfunk/
SUMMARY:Vortrag und Gespräch »Thomas Mann im Rundfunk«
DESCRIPTION:»Thomas Mann im Rundfunk. Eine Zeitreise« – Vortrag und Ges
 präch mit Gerhard Roleder\, Christian Handwerck\, Hellmut Seemann\n\nThom
 as Mann\, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt\, hat 
 früh\, nämlich schon in den 20er Jahren\, begonnen\, den Rundfunk zu nut
 zen\, um Hörer und Hörerinnen direkt anzusprechen. Eine ganz andere Dime
 nsion bot ihm das moderne Medium dann aber im Exil. »Deutsche Hörer«\, 
 50 Radioansprachen\, die zwischen 1941 und 1945 über die BBC in Deutschla
 nd empfangen werden konnten\, sind ein singuläres Werk der deutschen Exil
 literatur.\n\nMit den Sendungen von je fünf bis acht Minuten Dauer versuc
 ht Thomas Mann\, seine Landsleute aufzurütteln. Er informiert über die V
 erbrechen des Nazis. Er stellt den Hörern die Schrecken des Krieges und d
 ie Aussichtslosigkeit eines deutschen Sieges vor Augen. Vor allem aber hof
 ft er\, den Widerstand gegen Hitler stärken zu können. Er wird zum warne
 nden Freund\, mahnenden Prophet\, scharfen Analytiker und unerbittlichen A
 nkläger in einer Person. Trotz eines von der Nazi-Regierung erlassenen H
 örverbotes hatte die BBC während des Krieges viele Hörer in Deutschland
 \, so dass auch Thomas Manns Ansprachen entsprechende Verbreitung fanden. 
 Störsendungen von deutscher Seite blieben aufgrund einer technischen Übe
 rlegenheit der BBC in ihrer Wirkung begrenzt.\nIn Friedenszeiten\, von der
  zweiten Hälfte der 1920er Jahre bis zu seinem letzten Lebensjahr\, nutzt
 e Thomas Mann das Medium\, um Ausschnitte seiner Werke einem breiten Publi
 kum vorzustellen. Bei seinen Besuchen in Weimar in den Jahren 1949 und 195
 5 war es der Rundfunk\, der über Thomas Mann berichtete.\n\nIn der Verans
 taltung wird an das Zusammenwirken von technischer Realisierung und der Ve
 rmittlung von Botschaften unter außergewöhnlichen gesellschaftlichen Bed
 ingungen erinnert. Dazu gehört auch ein Blick auf den Übertragungsweg vo
 m Funkhaus bis zum Hörer am Radio. Die Rundfunkansprachen enthalten eine 
 Fülle von aktuellen Bezügen\, die in ihrer Deutlichkeit kaum einer Erlä
 uterung bedürfen. Bild- und Textmaterial\, Audiomitschnitte und Leseprobe
 n ermöglichen am authentischen Ort des ehemaligen Funkhauses einen inhalt
 lich zusammengefassten Einblick in Thomas Manns Arbeiten für den Rundfunk
  und die damit verbundene grenzenlose Wirkung eines faszinierenden Mediums
 .\n\nVeranstalter: Achava Festspiele Thüringen 2025.
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