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SUMMARY:Sonderausstellung »Justus Friedrich Wilhelm Zachariä«
DESCRIPTION:Bei einem ersten Blick auf die Geschichte von Bad Frankenhausen
  stößt der Interessierte eher selten auf den Namen des Dichters und Poet
 en Justus Friedrich Wilhelm Zachariä.\n\nIm Vordergrund stehen Themen und
  Personen als der Bauernkrieg 1525 und Thomas Müntzer (um 1490–1525) od
 er die Anfänge des Kurwesens ab 1818 und Dr. Wilhelm August Gottlieb Man
 niske (1769–1835). Erst bei einem tieferen Eintauchen in die Vergangenh
 eit unserer Stadt erscheint auch J.F.W. Zachariä.\n\nAm 1. Mai 1726 wurde
  der Mann in Frankenhausen geboren\, der unserer Stadt einen Platz in der 
 Welt der Dichtkunst und Literatur bescheren sollte. Hineingeboren in ein g
 ut vernetztes bürgerliches Elternhaus\, beeinflusste die Gelegenheitsdich
 tung des Vaters Friedrich Sigismund Zachariae (gest. 1747) den Jungen nach
 haltig. Eigentlich mit dem Ziel 1743 nach Leipzig gegangen\, um an der Uni
 versität Jura zu studieren\, wendete er sich den so genannten »Schönen 
 Künsten« zu. Bereits ab Januar 1744 veröffentlichte er sein bis heute b
 ekanntestes Poem »Der Renommist«. In diesem »komischen Heldengedicht« 
 schilderte er die so unterschiedliche Lebensweise der Studenten in Jena un
 d Leipzig. Johann Wolfgang Goethe (1749–1832) beeindruckte nicht allei
 n Zachariä’s Poem\, sondern der Dichter selbst. In seinem 1767 entstand
 enen Gedicht »An Herrn Professor Zachariä« erhob er ihn zum »Liebling 
 aller Götter«.\n\nWährend der Fortsetzung seines Studiums der Rechte an
  der Universität Göttingen erreichte ihn 1748 die Berufung als Hofmeiste
 r an das Collegium Carolinum in Braunschweig. Die größte Stadt im Herzog
 tum Braunschweig-Wolfenbüttel wurde für seine weitere Lebenszeit bis zu 
 seinem Tod am 30. Januar 1777 zum Arbeits-\, Schaffens-  und Lebensmittel
 punkt. An dieser fortschrittlichen und bedeutsamsten Bildungseinrichtung d
 es Herzogtums\, aus dem die heutige Technische Universität Braunschweig h
 ervorgegangen ist\, wurde er 1761 zum »Professor der Dichtkunst« ernannt
 . Zu seinem innerstädtischen Bekanntenkreis gehörten viele Freunde aus d
 er Leipziger Studentenzeit. Im benachbarten Wolfenbüttel lebte und wirkte
  sein Freund Gotthold Ephraim Lessing  (1729–1781). Ein umfangreicher
  Briefverkehr verband ihn mit Dichtern und Schriftstellern als Johann Wilh
 elm Ludwig Gleim (1719–1803) in Halberstadt\, Christian Fürchtegott 
 Gellert (1715–1769) in Leipzig und Friedrich Gottlieb Klopstock (1724
 –1803).\n\nDennoch fürchtete er von seinen Zeitgenossen und Lesern verg
 essen zu werden. Einem »Vergessen« in Frankenhausen beugte er durch die 
 Schenkung seiner gesamten Werke und einem Kupferstich mit seinem Konterfei
  an die Schulbibliothek vor. Bereits 1775 zeigte Rektor Johann Friedrich M
 anniske\, Vater des Kurarztes Dr. Manniske\, diese Sammlung stolz dem Erbp
 rinzen und nachfolgenden Fürsten von Schwarzburg–Rudolstadt\, Friedric
 h Karl. Wenn auch immer wieder mit langjährigen Unterbrechungen\, gedacht
 e seine Vaterstadt immer ihrem Dichtersohn. Größere Ausstellungen zu sei
 nem Leben und Werk gab es 1887\, 1926 oder 2001. Im Jahr 1881 wurde eine G
 edenktafel an seinem Geburtshaus in der Klosterstraße angebracht und etwa
 s später eine Gasse nach ihm benannt.\n\nUnsere nunmehrige Sonderausstell
 ung umschließt in ihrer Dauer vom 29. April 2026 bis zum 31. Januar 2027 
 seinen 300. Geburtstag und seinen 250. Todestag. Im Zentrum der Ausstellun
 g steht sein dichterisches Schaffen und seine Verbindung zu seiner Geburts
 stadt. Begleitet wird die Sonderausstellung von Führungen\, Vorträgen un
 d Lesungen. Die jeweiligen Termine erfahren Sie hier auf der Homepage des 
 Regionalmuseum Bad Frankenhausen.\n\nFür individuelle Führungen wird um 
 Anmeldung gebeten:\n\nTel. 034671 / 62086\n\nMail: museum@bad-frankenhause
 n.de\n\n \n\nÖffnungszeiten des Museums:\nDienstag bis Sonntag sowie an 
 allen Feiertagen von 10.00 bis 17.00 Uhr
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