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SUMMARY:Lesung und Gespräch mit der Dichterin Annerose Kirchner
DESCRIPTION:»Ich lebte im bergnahen Wald / und wuchs mit den Bäumen« –
  Lesung und Gespräch mit der Dichterin Annerose Kirchner\n\n&nbsp\;\n\nDi
 e Dichterin und Prosaschriftstellerin Annerose Kirchner begeht am 2. Septe
 mber 2026 ihren 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass liest sie  aus ihren Ge
 dichten und Prosatexten und spricht mit Jens Kirsten\, Geschäftsführer d
 es Thüringer Literaturrates\, über ihre literarische Arbeit.\n\nAls Anne
 rose Kirchner 1979 im Aufbau-Verlag ihr Lyrikdebüt mit dem Band "Mittagss
 tein" vorlegte\, schrieb sie sich in den lyrischen Diskurs der Gegenwartsl
 iteratur unmittelbar ein. Sie galt seitdem als eine Dichterin\, die lyrisc
 h etwas mitzuteilen hatte\, die nicht im stillen Kämmerlein schrieb\, son
 dern mit der Welt in einen kritischen Dialog trat. Diesen Eindruck bestät
 igte und verstärkte der zweite Gedichtband "Im Maskensaal"\, der 1989 wie
 derum beim Aufbau-Verlag folgte. Bedingt durch den politischen Umbruch 198
 9/90 kamen wie auf die meisten Schriftsteller\, die in der DDR sozialisier
 t wurden\, schwere Zeiten auch auf sie schwere Zeiten zu.\n\nNeue Kontakte
  mussten gefunden und geknüpft werden. Die sich rasant verändernde Welt 
 ließ wenig Freiräume für das Schreiben von Gedichten\, zumindest ließ 
 sich nun nur noch schwer davon leben. Ihr 1999 erschienener Band »Der Ra
 usspeller\, Begegnungen mit Thüringer Handwerkern« bewies ihr Interesse 
 für die Welt\, die sie unmittelbar umgab. So setzte sie sich in den folge
 nden Jahren intensiv mit der Landschaft um Gera auseinander. 2010 leistet
 e sie mit ihrem im Christoph Links Verlag erschienenen Buch »Spurlos vers
 chwunden. Dörfer in Thüringen – Opfer des Uranabbaus«\, das in zwei A
 uflagen erschien. einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Geschic
 hte.\n\nDaneben entstanden Gedichtbände\, wie zuletzt 2018 der Band „Be
 liehene Zeit“\, mit denen sich heute kaum mehr Geld verdienen lässt. Ei
 ne umfassende Recherche für ein hochspannendes Projekt über in Russland 
 lebende Künstler und ihre Bezüge zur Welt musste sie leider aufgrund des
  Überfalls Russlands auf die Ukraine vorläufig aufgeben. Unermüdlich i
 st Annerose Kirchner unterwegs im »Literaturland Thüringen«. Ob bei Les
 ungen\, auf Recherche oder als Autorin literarischer Exkursionen wie einer
  auf den Spuren von »H. W. Katz in Gera«\, einem weltberühmten Schrifts
 teller jüdischer Herkunft\, für dessen Familie sie die Verlegung von Sto
 lpersteinen des Künstlers Gunter Demnig anregte\, die seit 2025 an H.W. K
 atz und seine Familie in Gera erinnern. Annerose Kirchner ist eine\, die s
 ich nicht für sich selbst\, allenfalls für die erlebte Geschichte\, sond
 ern vor allem für andere interessiert und sich in ihrem literarischen Sch
 reiben für sie einsetzt.\n\nSie ist eine\, die nicht sich selbst im Mitte
 lpunkt sieht\, sondern ihr Gegenüber\, die Welt\, in der sie\, in der wir
  leben. Gegenwärtig arbeitet sie an einem neuen Gedichtband und an eine
 m Prosaband\, den ihre Herkunft thematisch grundiert. Daneben stehen immer
  wieder Porträts und Einzelveröffentlichung für die Website des Thürin
 ger Literaturrates www.literaturland-thueringen.de.\n\n&nbsp\;\n\nAnnerose
  Kirchner\, 1951 in Leipzig geboren und in Zella-Mehlis aufgewachsen\, hat
 te zunächst eine Lehre als Steno-Phonotypistin und eine Ausbildung als Ta
 stomatensetzerin absolviert. In beiden Berufen arbeitete sie von 1970 bis 
 1976 in der Tageszeitung »Freies Wort« in Suhl. Ab 1974 legte sie erste 
 Lyrikveröffentlichungen vor\, ab 1976 Prosa. Von 1976 bis 1979 und von 19
 81 bis 1982 studierte sie am Institut für Literatur »Johannes R. Becher
 « in Leipzig. Nach dem Erscheinen ihres Debüt-Gedichtbandes »Mittagsste
 in« im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar zog sie nach Gera. Dort war sie vo
 n 1979 bis 1989 Dramaturgie-Sekretärin\, Regieassistentin und Presserefer
 entin an den Bühnen der Stadt Gera. Von 1989 bis zu Ihrer Pensionierung w
 ar sie als Journalistin für die »Ostthüringer Zeitung« tätig\, für d
 ie sie viele Jahre lang die Kulturseite am Wochenende gestaltete.\n\nEintr
 itt : kostenlos\n\nVeranstalter: Lese-Zeichen e.V.\, Thüringer Literaturr
 at e.V.\, Stadtbibliothek Gera\, gefördert vom Thüringer Ministerium fü
 r Bildung\, Wissenschaft und Kultur.
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LOCATION:Stadt- und Regionalbibliothek Gera\, Puschkinplatz 7a\, Gera\, 075
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