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Medieninformation des Thüringer Literaturrates e.V. vom 26.01.2018

Am Donnerstag, dem 8. Februar 2018 wird um 11:00 Uhr eine Gedenktafel für die Schriftstellerin Gabriele Reuter am Haus in der Weimarer Freiherr-vom-Stein-Allee 5 enthüllt. In diesem Haus lebte Gabriele Reuter, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der meistgelesenen Autorinnen Deutschlands war, von 1929 bis 1939.

Zur feierlichen Enthüllung der Gedenktafel lädt der Thüringer Literaturrat, auch im Namen des Verlagshauses Römerweg in Wiesbaden, herzlich ein. Wir freuen uns vor allem, dass Nachfahren von Gabriele Reuter an der Feier teilnehmen werden. Für sie wird Jens-Peter Husemann aus Bocholt sprechen. Dr. Annette Seemann, die mit ihrer Biographie „Gabriele Reuter. Leben und Werk einer geborenen Schriftstellerin (1859-1941)“ 2016 einen der wichtigsten Beiträge zur aktuellen Reuter-Forschung vorlegte, führt in Leben und Werk Gabriele Reuters ein.

Nachdem sie ab 1875 mehrfach Verwandte in Weimar besucht hatte, zog Gabriele Reuter 1882 hierher, um in der Wilhelmsallee 4 (heute Leibnitz-Allee 4) zu wohnen. Nach Aufenthalten in Berlin und München kehrte sie 1891 nach Weimar zurück. Das Erscheinen ihres ersten Romans „Aus guter Familie“ im Jahr 1895 machte sie schlagartig in ganz Deutschland berühmt. Nach Stationen in München und Berlin zog sie 1929 erneut nach Weimar.

Ihre mehrfachen Aufenthalte in der Stadt, während derer eine Reihe ihrer wichtigsten Bücher entstand, machen Gabriele Reuter zu einer wichtigen Persönlichkeit der Weimarer Stadtgeschichte. Darüber hinaus verweist Gabriele Reuter mit ihrem Wirken auf die vielfältigen Bezüge der Stadt zur deutschen Literatur- und Kulturgeschichte. Aus diesem Anlass entstand die Idee, die Schriftstellerin an einer ihrer wichtigsten Weimarer Wirkungsstätten zu ehren.

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