Aktuelles

Weibliche Stimmen zum Ersten Weltkrieg - literarische Collage mit Dr. Ulrike Müller und Dr. Annette Seemann in Gotha

Medieninformation des Thüringer Literaturrates vom 23. Juni 2014

Im Rahmen des Projektes „Ach Europa – Feindbilder und ihre Überwindung im Spiegel der europäischen Literatur“ nähert sich der Thüringer Literaturrat bis zum Herbst 2014 dem Thema 100 Jahre Erster Weltkrieg mit drei literarischen Collagen, die jeweils zwei Schriftsteller erarbeiten. Neben Dr. Ulrike Müller und Dr. Annette Seemann, die am Freitag dem 27. Juni 2014 in der Forschungsbibliothek Gotha den Auftakt mit einer Sicht auf das Thema aus weiblicher Perspektive machen, erarbeiten Ulf Annel und Matthias Biskupek sowie Landolf Scherzer und Dr. Jens-Fietje Dwars jeweils eine der Collagen, die mehrfach zur Aufführung kommen werden.

Schriftstellerinnen wie Bertha von Suttner oder Ricarda Huch haben sich in der Vergangenheit immer wieder leidenschaftlich für den Frieden eingesetzt. Doch daneben gab es auch andere, nationalistisch motivierte Tonlagen, denn auch Frauen begeisterten sich für den Krieg. Aus dem Chor der höchst widersprüchlichen Frauenstimmen aus Literatur und Politik im Umfeld des Ersten Weltkrieges werden Dr. Ulrike Müller und Dr. Annette Seemann in ihrer literarischen Collage mit dem Titel „Das Gedächtnis der Menschen ist so furchtbar kurz (Bertha von Suttner) – Weibliche Stimmen zum ersten Weltkrieg“ einige wieder hörbar machen. Dabei wird die in Auschwitz ermordete Kinderbuchautorin Else Ury ("Nesthäkchen") ebenso zu Wort kommen wie die die Pazifistin Annette Kolb. Die Veranstaltung findet am Freitag, dem 27. Juni 2014 um 19:00 Uhr im Herzog-Ernst-Kabinett der Forschungsbibliothek Gotha auf Schloß Friedenstein statt.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Forschungsbibliothek Gotha dem Landesbüro Thüringen der Friedrich-Ebert-Stiftung statt. Gefördert wird das Projekt von der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen.

zurück