Christian Rosenau

Aufbruch

der Winterknochen
abgewetzt – weißer Staub
der aufsteigt, nachts,

im mundlosen Gehen. wenn,
was dir im Schlaf die Laute aus
der Kehle drückt, sich
langsam senkt mit jedem Schritt.

der Atem eingedickt, er
geht voraus, er bleibt zurück, wenn du
den Kopf nach hinten drehst:

der Schmerz ist dünn
im Fenster, wo das Heimweh lauert
am Ende dieser Fersenspur.

und nur dein letztes Wort
lehnt einsam in der Tür

und ruft dir nach

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